Schon vor acht Jahren hat unsere Redaktion die Ansicht vertreten, dass Bankgeschäfte bald schon über die Stimme abgewickelt werden können – ohne Swipen und ohne manuelle Eingaben.
Im Kern lagen wir richtig, das "bald" darf allerdings etwas relativiert werden. KI-Entwicklungen und Voice-AI-Agenten brauchten etwas länger, um die vorgezogenen Erwartungen in die Tat umzusetzen.
Die KI-Assistenten der Neo-Banken
Mit und ohne Voice-AI-Agenten: Yuh und Revolut haben in ihre Apps KI-Assistenten integriert. Künstliche Intelligenz spielte bei zahlreichen Neo-Banken vorher schon eine Rolle, meistens jedoch keine direkt sichtbare, lesbare oder hörbare.
Mit Yuhlia und AIR (AI by Revolut) haben die beiden Neo-Banken Yuh und Revolut auch diesen Knoten durchschlagen. Beide KI-Assistenten sind angetreten, um Nutzerinnen und Nutzern das Leben ohne Klicks und Swipes einfacher zu machen.
In der gemeinsamen Schnittmenge der Fähigkeiten können beide Assistenten Auskunft über Kontostände, Ausgaben, Verfassung der Investitionen, Sparentwicklung und mehr geben. Eigentlich über alles, was mit Konten, Zahlen, Sparen oder Investieren zu tun hat. Suchen, Klicken und Swipen wird ersetzt durch einfaches Fragen.
Revolut AIR geht noch etwas weiter und verwaltet Karten und Abonnements, sperrt oder inaktiviert das eine oder das andere. Zudem sind erste Unterstützungs-Funktionen bei der Urlausbudgetierung mit an Bord oder auch Hilfe bei den Tools, die auf Reisen notwendig sind.
Yuhlia kommt sofort, Revolut AIR etwas später
Für Nutzerinnen und Nutzer von Yuh ist die KI-Assistentin Yuhlia bereits verfügbar. Revolut hat AIR im Moment erst in Grossbritannien ausgerollt. Das ist nicht nur der Heimatmarkt der Challenger-Bank, das ist mit 13 Millionen Kunden auch ein grosser und zuverlässiger Testmarkt für ein brandneues Tool.
Werden die Nutzer auf der Insel froh mit AIR, wird Revolut den Assistenten nach Anpassungen und Weiterentwicklungen auch für die insgesamt 70 Millionen Kundinnen und Kunden weltweit öffnen.
Kluge KI-Assistenten dürften mit zum matchentscheidenden Faktor werden
Bei Neo-Banken steht im Vordergrund, was sie bieten, können und kosten. Das wird auch so bleiben. Der Faktor der wirklich klugen und deshalb nützlichen KI-Assistenten wird jedoch an Gewicht gewinnen. Der Komfort, den KI-Assistenten bieten können, macht im Frontend einen völlig anderen Umgang mit Neo-Banken möglich. Man ist neu im Gespräch mit seiner Neo-Bank und den eigenen Finanzen. Banking wird zum Dialog. Das ist etwas völlig anderes im Vergleich zum bisherigen distanzierten Tippen und Swipen.
Nur noch wünschen und es geschieht, ist kein Traum, sondern neo-bank-gewordene Realität – und wird damit zu einem der zentralen Wettbewerbsfaktoren.
Revolut und Yuh gehören zu den Neo-Banken, die extrem schnell entwickeln und komfortable Funktionen in ihre Apps integrieren. Deshalb bleiben die Wege kurz zu KI-Assistenten, die nicht nur Bankgeschäfte über Stimme können, sondern auch zahlreiche weitere Wünsche ihrer Nutzerinnen und Nutzer kennen und Unterstützung bieten werden. Ohne suchen, tippen und swipen.