Zwei Jahrzehnte nach dem epochalen Google Deal – der beste Weg, sich zu beschweren, ist, es (noch einmal) besser zu machen.
Die Komplexität unseres Alltags nimmt stetig zu. Wer heute als aktiver Mensch seinen Tag plant, jongliert parallel Wetter-Apps, digitale Kalender, To-do- oder Einkaufslisten, Mobilitätsplattformen und Bezahl-Lösungen. Das Resultat dieser Überdigitalisierung? Eine grassierende App-Müdigkeit. Wir starren immer öfter auf Bildschirme, um unser Leben zu organisieren, statt es tatsächlich zu leben.
Das grundlegende Problem: Strassen- und Landkarten waren historisch gesehen noch nie auf die menschliche Natur zugeschnitten – und damit meinen wir nicht die alten, abgedroschenen Klischees übers Kartenlesen im Auto des nicht-am-Lenkrad-sitzenden Ehepartners.
Klassische Karten sind "Kommando-zentriert". Sie zwingen uns dazu, mehr wie Maschinen zu denken und fordern vom Nutzer eine aktive, kognitive Übersetzungsleistung, um von A nach B zu kommen. Doch Livemap und ihre Muttergesellschaft Axon Group glauben fest daran: Es muss einen besseren, natürlicheren, ja vielleicht sogar intuitiveren Weg geben.
Kontextintelligenz und Featurebündelung gegen die App-Müdigkeit
Die Macher hinter Livemap treten an, um nichts Geringeres als eine Art Meta-App zu bauen, welche als persönliche "Intuitionsmaschine" vom Nutzer (und dessen Smartphone) lernt und diese Erkenntnisse verbindet.
Die Vision ist der Wechsel von einer aktiven, mitunter anstrengenden Interaktion hin zu einem unbewussten, kontextbasierten Navigations-Erlebnis mit Elementen von GenUI, also eine Benutzerschnittstelle, die dynamisch und in Echtzeit von künstlicher Intelligenz generiert wird.
Bei traditionellen Apps müssen Interfaces so gestaltet werden, dass sie möglichst viele Menschen zufriedenstellen. Jeder erfahrene Designer kennt die Nachteile dieses Ansatzes – man kann niemanden vollkommen fröhlich machen. Die kontextuelle Personalisierung und der von Livemap verfolgte Hyperlocal Ansatz kann hier potenziell Grenzen des Nutzererlebnisses auf eine neue Stufe heben.
Quelle: Livemap
Der Stammbaum von Livemap liest sich wie ein Who-is-Who der Geodaten- und Mobilitätsszene: Ein Team, das aus den Architekten des ursprünglichen Geodaten-Fundaments von Google Maps besteht, durch wichtige Protagonisten des mobilen ÖV-Ticketing der SBB ergänzt und mit den Köpfen, die die international gefeierte, smarte Ticketing-Infrastruktur der Schweiz heute aktiv prägen, veredelt wird:
Es gibt wahrlich schlechtere Ausgangslagen, um eine gute Idee mit Beharrlichkeit zum Erfolg zu führen.
Olivier Cornet, CEO von Livemap, weiss aus Erfahrung, unter anderem als langjähriger Programm-Verantwortlicher von Millionen-Apps wie SBB Mobile oder zuletzt der Post-App: Der bestorchestrierte Tech-Stack allein reicht nicht, um Nutzer zum Umstieg von den gängigen Maps-Platzhirschen zu bewegen.
Die User Experience (UX) muss konsequent im Mittelpunkt stehen. Das Hero-Feature von Livemap trägt den Codenamen "ARI" – inspiriert vom genialen Q, dem in den letzten Folgen ziemlich aufgefrischten Tüftler-Nerd aus den legendären James-Bond-Streifen. Als durch "Agentic AI" getriebener Sidekick orchestriert Q beziehungsweise ARI im Hintergrund persönliche Vorlieben, die WG-Einkaufsliste, Termine und Echtzeit-Daten (Wetter, Transit, Öffnungszeiten), ohne den Nutzer mit Mikro-Management zu belästigen.
Über die Serie “The Future favours the Bold”
In einer Medienbubble mit steigenden Arbeitslosenzahlen, gepaart mit wachsender Angst um den Job oder die bisher noch sehr komfortable Einkommenssituation, ist es manchmal schwer, Lichtblicke angemessen zu würdigen. Positive Geschichten als mutmachende Leitbilder sind gefragt, aber eher rar. In einer oft negativ konnotierten Berichterstattung über die Wirtschaftswelt mit verklausulierten Negativbotschaften, weichgespülten PR-Statements und generischen Erfolgsformeln für eine verheissungsvollere Zukunft, sucht MoneyToday nach dem echten Puls.
Was treibt die Macherinnen und Macher dieses Landes wirklich an, mutige, antizyklische oder mitunter verrückt anmutende Entscheidungen zu treffen und umzusetzen? Wie handeln sie, wenn die Powerpoint-Präsentation der Einflüsterer oder der Berater aus ist?
In einer losen Serie berichten wir über bemerkenswerte Unternehmen, Organisationen und Ventures, vor allem aber über spannende Persönlichkeiten – im wahrsten Sinne des Wortes. Wir leuchten Ideen, Handlungen und Entscheidungen aus, die in der manchmal etwas mau daherkommenden Mainstream-Berichterstattung oft untergehen.
Als Klammer richten wir im “60-Second-Mindset” den Scheinwerfer auf die Personen dahinter. Auf ihre Motivation und die durchaus auch vorhandenen “Inner Saboteurs” wie gehegte Zweifel, temporäre Verzagtheit und andere Bremsklötze. Wir nehmen die Fährte auf bei den "Humans in the Loop" und suchen deren DNA des Erfolgs – provokativ-pointiert und ohne Sicherheitsnetz, auch und gerade, wenn mitunter glückliche Zufälle Teil der Gleichung sind.
Datenhoheit und die Cloud
Der Elefant im Raum bei Standort- und Nutzerdaten-basierten Diensten ist stets die Datensicherheit und der angemessene Schutz der Privatsphäre. Die Datenkraken-Mentalität der Big-Tech-Konglomerate aus den USA und aus China ist längst nicht mehr nur ein abstraktes Polit- oder Medienthema – das Unbehagen bei den Konsumenten gegenüber undurchsichtigen Tracking-Maschinerien steigt rasant.
Livemap trägt diesem Umstand Rechnung mit einem Privacy First-Ansatz für persönliche Intent-Daten. Das ist kein nachträglich angeklebtes Feature, sondern das solide Vertrauensfundament.
Weniger Effizienzdiktat – mehr “glückliche Zufälle”, auch durch Kooperation
Um diese ambitionierte Agenda auch im akademischen Kontext und in Bezug auf Open Data breiter abzustützen, pflegt die Axon Gruppe unter anderem eine Forschungszusammenarbeit mit der ETH Zürich und aktive Mitgliedschaften bei semi-öffentlichen Organisationen wie Open Street Map.
Zudem wurden erste nachbarschaftlichen Kontakte geknüpft zum von der Bucherer Stiftung grosszügig alimentierten ETH Geolab, das künftig im Grossraum Luzern angesiedelt sein wird.
Livemap arbeitet auf einen Paradigmenwechsel im Kopf der Nutzer hin: Mehr "Der Weg ist das Ziel", weniger "So schnell wie möglich". Es geht darum, Zeit im Hier (zum Beispiel in der City) jetzt wieder in echte Lebenszeit zu verwandeln und Raum für "glückliche Zufälle" zu schaffen.
Der wichtigste Nordstern für die Macher bei Livemap ist so simpel wie revolutionär: Der Nutzer blickt wieder auf und in die Welt, statt am Bildschirm zu kleben. Wer schon im Pre-Launch der App dabei sein möchte: bitte hier entlang.
The 60 Second Mindset – ein Einblick in die DNA von Macherinnen und Machern
Olivier Cornet: Die reale Welt basiert heute oft noch auf fragmentierten, teilweise veralteten Informationen.
Eine schlaue Datenarchitektur mit KI kreiert hier eine fantastische Möglichkeit, den Umgang mit Komplexität neu zu denken, relevanten Kontext aufzuspüren und effizient im Sinne des Nutzers zu verarbeiten.
Wir treten an, um hyperlokale Daten in vertrauenswürdige Intelligenz zu wandeln für Menschen, Datenanbieter, Merchants sowie öffentliche und private Organisationen.
Cleverness statt Riesenbudget: Wie greift Ihr die grossen Map-Anbieter an?
Im Gegensatz zum globalen Anspruch der Big Techs, starten wir da, wo sie aufhören. Intern nennen wir das “hyperlocal and personal”. Öffentliche und kuratierte Daten von staatlichen (Gemeinden, Kantone, Polizei, Tourismusbüros etc.) und privaten Organisation (Läden, Gastroeinrichtungen oder Dienstleister) in der City bilden dafür die Basis.
In der ersten Welle der Digitalisierung ging es den Anbietern darum, mit Werbung Geld zu verdienen. Was ist, wenn KI hier das Spielfeld komplett neu zeichnet? Unser Hebel ist die radikale Einfachheit in der personalisierbaren Nutzerinteraktion. Wenn das System eine Aufgabe erledigen oder eine Information aufbereiten kann, bauen wir den persönlichen Lernzyklus zwischen Maschine und Mensch dafür.
Ein Mythos Eurer Branche, den Du nicht mehr hören kannst?
Früher galt: There’s an app for that. Ich glaube nicht mehr an "One Trick Ponies" oder daran, dass Nutzer immer noch mehr Funktionen und noch ausgeklügeltere Auswahlmöglichkeiten wollen. Die App-Müdigkeit ist längst da. Die Leute wollen nicht die fünfundvierzigste App nach dem vierten Swipe auf dem Homescreen bedienen. Deshalb bauen wir eine Plattform, die nutzenstiftende Funktionen individuell aggregiert und nicht eine neue Einheitsbrei-App.
Wo dürft Ihr niemals automatisieren, weil der Mensch im Zentrum bleiben soll?
Wir automatisieren die Logistik – die To-do-Liste, das ÖV-Ticket, die Route, die Zeitplanung auf Basis Deines App-Kalenders. Aber die Entscheidung, spontan innezuhalten, einen Kaffee zu trinken oder einen Umweg für eine schöne Aussicht zu nehmen, bleibt zutiefst menschlich. Wir liefern die Basis für glückliche Zufälle, aber die Magie des Moments erlebt der Mensch.
Die Bühne gehört Dir: Wenn du der Schweizer Wirtschaft heute einen ungeschönten Weckruf verpassen müsstest – wie lautet er?
Uiuiui, da richtet Ihr aber einen ziemlich hellen Scheinwerfer auf mich. Heute laufen 92 Prozent aller Unternehmen in Europa auf US-Plattformen. Ich setze mich dafür ein, dass wir aufhören, ausländische Technologie-Monopole als gottgegeben hinzunehmen. Wir haben hier in der Schweiz eine vertrauenswürdige Datenbasis, einen pragmatischen aber nutzerzentrierten Datenschutz und die Ingenieurskunst gepaart mit akademischem und finanziellem Kapital. Damit lassen sich wunderbare digitale Infrastrukturen mit internationaler Ausstrahlung bauen, die dem Menschen dienen. Digitale Souveränität ist kein Luxus, sondern eine strategische Entscheidung und ein vielversprechendes Geschäftsmodell.
Vom 1. bis 7. Juni 2026: Cheers! – Cocktail & Mocktail Week in Zürich
Wenn das kein smartes Timing ist. Die neue AR-App startet mit einem Bang – in enger Zusammenarbeit mit der Bar- und Club-Kommission der Stadt Zürich, dem Veranstalter der Cocktail Week in Zürich, begleitet die App Tages- und Nachteulen mit einem Faible für coole Drinks durch die kommende Woche.
Neben der schmucken Übersichtskarte gibt's dort Zugang zu Workshops, Open Distillery, Pub Quizzes oder der Sommeliertour sowie die digitale CWZ-Stempelkarte.
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