Startups & Datenschutz

Tech Startup Hopr – das Datenschutz-Projekt für ein besseres Internet wird konkret und lanciert den Token Launch

Jungfraujoch mit Flaggen von Hopr
Bild: Hopr

Hopr gehört zu den ungewöhnlichsten und zu den ambitioniertesten Startups – nichts weniger als das Internet soll dezentralisiert und sicherer gemacht werden.

Das ambitionierte Projekt um die Hopr-Gründer Sebastian Bürgel, Rik Krieger und Robert Kiel geht in die nächste Runde und startet in knapp zehn Tagen mit der Ausgabe der Hopr Tokens. Über das Tech Startup und seine Pläne haben wir bereits letzten Sommer ausführlich berichtet, hier und hier.

Hopr und sein Projekt

Das Schweizer Tech Startup Hopr hat ein freies, offenes Blockchain-Protokoll auf Netzwerkebene entwickelt, das die Privatsphäre von Metadaten schützen will und gewissermasssen für jede Art von Datenaustausch "unsichtbar" machen soll. Was komplex klingt, ist es auch, bringt jedoch im Resultat einen hohen Nutzen: Datenschutz für Private und für Unternehmen, welche die Kontrolle über ihre Daten behalten und weder mit Big Techs noch mit anderen Datensammlern teilen wollen.

Das Konzept basiert auf dem Hopr-Protokoll und einer Vielzahl von neuen Knoten-Betreibern auf der ganzen Welt. Sebastian Bürgel, Mitgründer von Hopr, zur Motivation und Notwendigkeit des Projekts:

Es ist unglaublich, dass die Mehrheit der Knoten auf Cloud-Servern betrieben wird, die überwiegend von Amazon und Alibaba kontrolliert werden

Das Hopr-Protokoll bietet Datenschutz auf Netzwerkebene und Metadatenschutz für jede Art von Datenaustausch. Dazu führt Hopr das allererste offene, mit Anreizen versehene Mixnet ein, in dem jeder Teilnehmer Token für laufende Knoten verdienen kann. Ein Mixnet schützt anfällige Metadaten durch Routing über mehrere zwischengeschaltete Relay-Hops, die den Datenverkehr mischen. Die Hopr-Mixnetze mit sind mit dem Aufkommen von Blockketten mit On-Chain-Fähigkeiten zur Ausführung fortschrittlicher Layer-2-Skalierungslösungen möglich geworden.

Wozu braucht's den Hopr Token?

Was bringt Interessierte auf der ganzen Welt dazu, aktive Teilnehmer im Mixnet zu werden? Hopr-Knoten-Betreiber erhalten Anreize, indem sie mit Token für ihre Leistungen belohnt werden. Die Token-Ausgabe startet in knapp zehn Tagen, läuft in drei Phasen und stellt die Liquidität für die Community bereit, die sich am Hopr-Protokoll beteiligt.

Das Ganze funktioniert als Gemeinschafts-Unternehmen, das heisst, die Hopr-Association verkauft keine Token und erhält auch keine Erlöse aus der Token-Verteilung.

Mitgründer Rik Krieger hat die zentralen Informationen zum Hopr Token Launch, zur Verteilung und zur Verwendung der Tokens in einem Blog-Beitrag zusammengefasst, gleich hier.

Die Hopr-Gründer zum Jungfrau-Release auf dem Jungfraujoch: Robert Kiel, Sebastian Bürgel, Rik Krieger (Bild: Hopr)


Die Schweiz als Vorbild für eine basisdemokratische Entscheidung

Die traditionelle Schweiz und damit das Jungfraujoch, die Blockchain und eine DAO (Dezentrale Autonome Organisation) scheinen für das Hopr-Projekt gut zusammenzupassen. Nach dem Vorbild der Schweiz werden wichtige Entscheidungen in nicht-hierarchischen Organisationsformen (DAO) auf der Blockchain organisiert und gefällt.

Über den Vertriebsmechanismus der Token hat die Community der Hopr Genesis DAO abgestimmt. Rund 1'500 Personen haben sich beteiligt, die Entscheidung ist deshalb sehr breit abgestützt. Hopr freut sich über das Interesse der Community am Thema sowie über die aussergewöhnlich hohe Stimmbeteiligung und kommentiert:

Das ist wirklich erstaunlich und nur der Anfang davon, was wir mit Governance in Hopr machen wollen

Informationen zum Token Launch, zur Roadmap und zum aktuellen Jungfrau-Release sind auf der Website des Startups zusammengefasst.

Ein Buch gibt's auch: The Book of Hopr

Was Hopr ist, welchen Nutzen die Datenschutz-Initiative bringt, wer davon profitieren kann und wie die Technologie funktioniert – das alles und mehr ist im "Book of Hopr" auf 66 Seiten beschrieben. Das Buch kann als PDF kostenlos runtergeladen werden, gleich hier:

Das Unternehmen und sein Jungfrau-Release

Hopr ist erst vor knapp einem Jahr gegründet worden und hat mit Lead Investor Binance Labs im Juli 2020 eine Million US-Dollar eingesammelt. Das Startup hat aktuell bereits 14 Mitarbeiter an Bord, 8 davon in der Schweiz. 

Die Community für das sensible Thema Datenschutz ist sehr schnell gewachsen: 6'200 Follower auf Twitter sowie 16'000 Follower auf Telegram Channels, die weltweit in 11 Sprachen unterwegs sind. Ein Indikator für das globale Interesse am Thema.

Hopr ist ein Schweizer Startup, Datenschutz und damit ein besseres Internet beschäftigt und betrifft die ganze Welt. Gut möglich, dass die Initiative von Hopr von einer wachsenden Community sichtbar und spürbar das globale Internet beeinflussen und verändern kann.

Das aktuelle Jungfrau-Release ist eine der zentralen Stationen auf der Roadmap von Hopr – auf dem Weg zu einem besseren Internet und zum wirksamen Datenschutz im Web 3.

Hopr Tech Deep Dive

Wer noch deeper diven und das Hopr-Konzept im Detail verstehen möchte: "The Book of Hopr" ist geschrieben und erzählt die ganze Geschichte in mehreren Kapiteln, das Buch als PDF gibt's hier.