New Work

Challenger-Bank Revolut räumt ihre Büros – weltweit

Revolut Büro in Innenansicht
Bild: Revolut

Leer bleiben sie nicht, das Räumen dient der Umgestaltung: Revolut-Büros werden zu RevLabs und Mitarbeiter entscheiden selbst, ob sie im Lab oder zu Hause arbeiten.

Bereits 2020 zu Beginn der Corona-Pandemie hatte Revolut eine hybride Home Office-Regelung eingeführt. Die neue Flexibilität ist bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern offenbar gut angekommen, sie soll jetzt im Rahmen eines Employer Branding-Programms weltweit zum Standard werden. 

Revolut-Mitarbeiter plädieren für volle Flexibilität und hybride Arbeitsmodelle

Die Challenger-Bank hat ihre 2'000 Mitarbeiter auf der ganzen Welt befragt, wie sie mit Home Office zurechtkommen und wie sie in Zukunft arbeiten möchten. Präferenzen und konkrete Vorschläge zeigen in eine klare Richtung.

98 Prozent der Mitarbeiter geben zu Protokoll, sich gut und schnell an Remote Work angepasst zu haben. 60 Prozent denken sogar, dass die neu gefundene Flexibilität ihre Work-Life-Balance klar verbessert hat. 90 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass ihre Leistung und ihre Produktivität durch die Umstellung nicht beeinträchtigt wurde und 92 Prozent von ihnen fügen an, dass sie die Änderung zu flexibleren Arbeitsformen als positiv wahrgenommen haben – unter anderem, weil die Pendelzeit wegfällt, was für 86 Prozent der Befragten zu den grössten Vorteilen von Remote Work zählt.

Auch die Team-Zusammenarbeit wurde laut 80 Prozent der Mitarbeiter vom Wechsel zu Remote Working nicht negativ beeinflusst – im Gegenteil: 96 Prozent der Befragten glauben, dass sich die Produktivität der Team sogar verbessert habe.

Erkenntnisse unter dem Strich

Revolut-Mitarbeiter möchten gerne selbst und frei entscheiden, ob und wann sie im Büro arbeiten.

Die Challenger-Bank öffnet sich für diese Wünsche, ab sofort bestimmen die Mitarbeiter selbst, wann sie im Büro oder zu Hause arbeiten wollen.

Der Hauptgrund, um das Büro anzusteuern, ist nicht das Arbeiten an sich, sondern vielmehr die Möglichkeit eines engeren Austausches mit den Kollegen. Viele haben im Home Office das Teamgefühl vermisst.

Revolut trägt auch diesen Wünschen Rechnung und passt die Büroräume auf der ganzen Welt dem neuen Arbeitsmodell an. Bisherige Revolut-Büros sollen zu RevLab umgestaltet werden.

RevLabs statt Büroalltag

Das Konzept der neuen Labs ist die Antwort von Revolut auf die Wünsche der Crew. Büroräume sollen zu einem flexiblen Treffpunkt zur Zusammenarbeit werden, wann immer die Mitarbeiter es möchten.

Deshalb werden 70 Prozent der Büroflächen des Unternehmens in gemeinsame Räume für flexiblere Zusammenarbeit, Kreativität und Ideen umgewandelt. 

Zudem ermöglich ein cloudbasiertes System den Aufbau von Teams über nationalen Grenzen hinweg, um weiterhin Talente auf der ganzen Welt zu binden und auch neu an Bord zu holen.

Ansicht eines RevLabs, Gemeinschafts- und Meetingräume
Bild: Revolut

Die neue Definition von Büroräumen: Treffpunkt für Ideenaustausch

Was zahlreiche Banken, Versicherer und anderen Unternehmen auch hierzulande beschäftigt, hat Revolut vorweggenommen und in eine einfache und klare Formel verpackt. 

Flexible, hybride Arbeitsmodelle und ansprechende Bürokonzepte sind ein zunehmend wichtig werdender Bestandteil im "Employer Branding": Eine höhere Flexibilität ermöglicht es Unternehmen, internationale Teams über Grenzen hinweg aufzubauen – ohne, dass das Geschäft darunter leidet.

Je mehr sich die Mitarbeiter im Büro und am Arbeitsplatz wohlfühlen, desto produktiver und kreativer werden sie auch. Die RevLabs sind so konzipiert, um die Zusammenarbeit im Team zu erleichtern und zu fördern. Mehr als zwei Drittel der bestehenden Fläche wird in Räume für menschliche Interaktion, kreatives Denken, Brainstorming, Schulungen und Wissensaustausch umgewandelt – offensichtlich genau das, was die Mitarbeiter im Lockdown vermisst haben. Geplant sind auch Ruhezonen, in die man sich bei Bedarf zurückziehen kann, sowie Konferenzräume für externe Meetings.

Revolut will zudem 2021 weitere RevLabs an neuen Standorten eröffnen, an denen das Unternehmen bisher noch nicht präsent war – während die bestehenden Büros nach und nach an das neue Modell angepasst werden.

Jim MacDougall, VP People bei Revolut, bringt die definierte New Work-Formel auf einen Nenner:

«Unsere Mitarbeiter waren sich einig: Sie lieben die Flexibilität und die Work-Life-Balance, die Remote Work bietet – sie vermissen aber auch den persönlichen Ideenaustausch mit den Kollegen. Flexible, hybride Arbeitsformen vereinen das Beste aus beiden Welten. Ausserdem bieten wir mit RevLabs ein ansprechendes und smartes Bürokonzept für mehr Mitarbeiterbindung und Teamgefühl. So wollen wir unsere Talente binden und viele neue "Revoluters" auf der ganzen Welt finden.»

Könnte klappen – arbeiten unter der Sonne von Teneriffa

Die Möglichkeiten von Home Office können auch davon abhängen, wie Zuhause definiert wird. Unser Kontakt letzte Woche mit einer Revolut-Mitarbeiterin, die wir bisher immer in Berlin angetroffen haben, zeigt die flexiblen Varianten von hybriden Arbeitsmodellen: Sie war höchst motiviert, voll im Thema und bei der Sache – unter der Sonne von Teneriffa. Das Arbeiten auf der Insel schränkt den Austausch und die gegenseitigen Erreichbarkeiten rund um die Welt nicht ein, hat jedoch das Potenzial, die Laune auf allen Seiten positiv zu beeinflussen.

Employer Branding macht Unternehmen zu attraktiven Arbeitgebern. Das neue Arbeitsmodell erhöht die Zufriedenheit der bestehenden Crew und kann zusätzliche Türen öffnen zur Fraktion der teilweise hochbegabten Arbeitsnomaden, die nicht für ein Büro mit festem Standort zu begeistern sind.