FinTech-Funding

Sumup holt sich in Zeiten der Invest-Dürre 285 Millionen Euro

Ein kleines Zahlterminal von Sumup neben einem Smartphone, dass die erfassten Zahlungen anzeigt
Bild: Sumup

Sie sind selten geworden, aber die grossen Finanzierungsrunden gibt es immer noch: FinTech Sumup sichert sich auch 2023 ein Mega-Funding.

Seit über zehn Jahren ist das FinTech Sumup mit den kleinen weissen Kartenterminals unterwegs, über die auch Kleinhändler jederzeit und überall Kartenzahlungen entgegennehmen können. Das tun inzwischen über 4 Millionen Kleinunternehmen in 36 Märkten weltweit. Sumup hat massiv in sein Angebot investiert und bietet heute, neben mobilen Kartenterminals, zahlreiche Tools und Lösungen rund um Kasse, Bezahlen, Rechnungen und mehr.

Das FinTech will weiter wachsen und hat sich aktuell 285 Millionen Euro gesichert. In einer neuen Finanzierungsrunde, die von Sixth Street Growth angeführt wird und an der sich auch Bain Capital Tech Opportunities, Fin Capital und Liquidity Capital beteiligen. 

Sumup hatte bereits letztes Jahr – VC-Investoren übten sich damals schon in neuer Zurückhaltung – mit einem Mega-Funding von 590 Millionen Euro überrascht. Die aktuelle Finanzierungsrunde sieht Sumup selbst als "das Ergebnis von Sumups Fähigkeiten, profitabel zu arbeiten und beeindruckendes Wachstum zu erzielen"

Sumup ist stark gewachsen – die Zahl seiner direkten Konkurrenten ebenfalls

Der Zahlungsdienstleister ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Unter anderen auch durch Zukäufe von FinTechs sowie durch Kooperationen mit grossen Unternehmen wie Apple. Dieses starke Wachstum ist kostspielig und verschlingt beträchtliche Summen – mit den beiden Fundings 2023 und 2022 über insgesamt 877 Millionen Euro sind inzwischen rund 1.8 Milliarden Euro im Funding-Topf von Sumup zusammengekommen.

Mit dem frischen Kapitel aus der aktuellen Finanzierungsrunde will Sumup weiterhin global wachsen und auch in seine Produkt- und Dienstleistungs-Palette investieren. Das wird auch notwendig sein. Sumup hat es in elf Jahren geschafft, sich mit angepassten Zahlungslösungen für Kleinhändler in eine dominante Marktposition zu spielen, dieser Platz muss verteidigt werden. BigTechs, Neo-Banken sowie Zahlungsdienstleister wie Worldline, PayPal oder Adyen und zahlreiche FinTechs haben den Markt der Kleinhändler mit überall verfügbaren mobilen Zahlungen ebenfalls entdeckt und in Arbeit. Sie alle werden Sumup bestehendes und neues Terrain nicht kampflos überlassen.

Der anhaltend grosse Finanzhunger von Sumup dürfte – nicht nur, aber auch – mit dieser wachsenden Front von Konkurrenten zusammenhängen.