Viele Unternehmen beobachten das Thema Kryptowährungen noch von der Seitenlinie aus. Allerdings haben bereits 14 Prozent der befragten Schweizer Unternehmen praktische Erfahrungen mit digitalen Assets gesammelt, bestätigt eine interne Analyse von Postfinance. Im Moment ist das noch eine Minderheit, offenbar aber eine wachsende Kundengruppe.
Das Interesse an Kryptowährungen wächst, aus unterschiedlichen Gründen
Postfinance beobachtet auf Seite der Firmenkunden ein wachsendes Interesse an Kryptowährungen. Nach Aussagen der Bank suchen immer mehr Unternehmen nach Möglichkeiten, ihr Anlageportfolio mit Kryptowährungen zu diversifizieren oder digitale Assets in Zahlungsprozesse zu integrieren.
«Wir haben festgestellt, dass sich auch immer mehr Schweizer Unternehmen mit Fragen rund um Kryptowährungen als Zahlungsmittel, für internationale Transaktionen oder als strategische Diversifikation im Anlageportfolio beschäftigen. Unternehmen benötigen dafür eine benutzerfreundliche Wallet-Infrastruktur. Diesem Bedürfnis wollen wir nachkommen», sagt Felicia Kölliker, Leiterin Firmenkunden bei Postfinance.
Postfinance öffnet den Kryptohandel für Firmenkunden
Das Krypto-Angebot für Firmenkunden wird als "Execution only" deklariert, das heisst ohne Beratung, Empfehlungen und Vermögensverwaltung. Firmenkunden treffen ihre Anlage-Entscheidungen selbst, die Postfinance führt "lediglich" aus. Damit entspricht das Angebot an Unternehmen, zumindest in diesem ersten Schritt, dem schon länger bestehenden Angebot für Privatkunden:
Der Handel mit aktuell 22 Kryptowährungen ist rund um die Uhr direkt im E-Finance oder in der Postfinance-App möglich. Ethereum-Staking steht ebenfalls zur Verfügung, für Unternehmen die regelmässig passive Erträge generieren möchten.
Kurz auf den Punkt gebracht: Postfinance öffnet den Kryptohandel für Unternehmen und Institutionen in der Schweiz, welche selbstständig Kryptowährungen handeln, verwahren und staken möchten.
«Ein besonders hohes Bedürfnis besteht bei institutionellen Firmenkunden wie beispielsweise Finanzinstitute, Versicherungen, Verwaltungen, Pensionskassen oder Kapitalgesellschaften», sagt Alexander Thoma, Head of Digital Assets bei Postfinance. «Diese Firmenkunden verwalten ihre Finanzen bereits heute professionell und erwarten denselben Standard auch für Digital Assets. Entsprechend bauen wir unser Angebot künftig gezielt in diese Richtung aus.»
Das will sagen: von der Postfinance ist in Sachen Kryptowährungen in Zukunft noch mehr zu erwarten, insbesondere für Firmenkunden. Für heute gilt: Unternehmen, die ihre Liquiditätsreserven breiter streuen möchten, sind bereits mit einem Minimal-Invest ab 50 US-Dollar dabei.
Die Gebühren für Firmenkunden sind dieselben wie bei den Privatkunden: Handelsgebühren 0.55 bis 0.95 Prozent pro Trade, je nach Invest-Summe. Portfoliogebühren zwischen 0.05 und 0.15 Prozent jährlich, abhängig von der Höhe des investierten Kapitals. Beim Staking beansprucht Postfinance 20 Prozent der Rewards für sich.
Öffnung neu auch für Partnerkonten
Bisher war das Krypto-Angebot der Postfinance nur für Privatkunden mit Einzelkundenstamm zugänglich. Neu können auch Personen, die gemeinsam ein Partnerkonto führen, ein Kryptoportfolio eröffnen und gemeinsam in Kryptowährungen investieren.
Damit können nun auch Paare digitale Assets als Teil ihrer gemeinsamen Finanzplanung nutzen. Sparpläne für automatisiertes und regelmässiges Investieren gehören mit zum Angebot, auch hier mit einer Minimal-Investition ab 50 US-Dollar.