Neo-Bank

Yapeal definiert das neue Banking und nimmt die Community mit ins Boot

Yapeal setzt auf die Community
Bild: Yapeal

Mit Yapeal wird eine Bank gebaut, die das Banking der Zukunft neu definiert. Eine grosse Community kann zuschauen, wie die Neo-Bank entsteht – und darf mitreden. Wir haben die Yapster der ersten Stunde besucht.

Ob Yapeal eine Bank, eine Bankig App, ein moderner Finanzdienstleister oder etwas ganz Anderes ist, bleibt eine Frage der Betrachtung. Dass Banking neu definiert werden muss, ist in den Augen der Yapeal-Macher dann allerdings keine Frage, sondern schlicht eine Notwendigkeit.

Wer Yapeal nutzt, ist ein Yapster. Wer Yapeal entwickelt, ebenfalls. Diese Nicht-Distanz zwischen Nutzern und Machern ist aussergewöhnlich und schafft Unterschiede. Allerdings eben gerade nicht zwischen Community und Entwicklern, vielmehr im Produkt selbst. Ein Produkt, das nicht aus der Sicht einer Bank konzipiert ist, sondern für die Community gebaut und zusammen mit der Community weiterentwickelt wird. 

Yapeal arbeitet mit der Community, nicht für anonyme Zielgruppen

Zielgruppen-Definitionen bleiben oftmals Theorie, weil Menschen schwer in starre Segmente oder klar abgegrenzte Zielgruppen zu fassen sind. Zielgruppen und Menschen nehmen sich innerhalb von Konfetti-Generationen zudem schon länger die Freiheit, sich zumindest partiell völlig anders zu benehmen, als von Marketing-Strategen definiert und vorgesehen.

Deshalb denkt Yapeal weniger in Segmenten und Zielgruppen, genau genommen gar nicht. Die Yapster-Marketing-Strategen legen ihren Experten-Status streckenweise vorsätzlich ab, schauen hin, hören zu, investieren in die Community – und setzen sich selbst gleich mit dazu.

Die Macher von Yapeal definieren die Community als Family und als Friends. Familie und Freunde reden untereinander und helfen sich gegenseitig. Deshalb spielen Kommunikations-Funktionen bei Yapeal eine zentrale Rolle. Von anderen lernen, Tipps und Erfahrungen teilen, gemeinsame Ziele erreichen und mehr. Und auch der Austausch zwischen Community und Machern gehört zu den Kernpunkten. Yapeal soll Community-getrieben funktionieren und auch für die Weiterentwicklung stehen Menschen und Nutzer der Community im Zentrum. 

Mit ein Grund übrigens, weshalb bei Yapeal jedes denkbare Thema gleich einen eigenen Hashtag erhält. Von #YapChallenge über #YapstersNeverStopLearning bis zu #WeAreTheFuture ist alles mit an Bord, was der Community hilft, thematisch immer gleich am richtigen Ort zu ankern.

Wer ist ein Yapster?

Neben den Machern: Einer oder eine aus einem Universum von 2,5 Millionen möglichen Nutzern in der Schweiz. Jeder und jede, die ihre Finanzen über eine einzige App verwalten und im Griff haben wollen. Auf eine Weise, die Spass macht, ohne dafür arbeiten zu müssen. Deshalb ganz ohne mühselige Konfigurationen und Umweg-Klickereien – einfach nutzen, was jetzt gebraucht wird. Mit der Idee, in der individuellen Einzigartigkeit sich selbst bleiben zu dürfen, weil die YapApp sich dem Menschen anpasst – umgekehrt braucht's nicht.

Das Konzept von Yapeal zielt darauf, dass Menschen jeden Monat eine bestimme Menge Geld zur Verfügung haben. Unabhängig davon, ob die regelmässigen Einkünfte sehr hoch, ziemlich komfortabel oder eher dünn gepolstert sind, teilen alle einen gemeinsamen Zeitraum: von Payday zu Payday. Innerhalb dieser 28 bis 31 Tage passiert für alle dasselbe: Geld kommt aufs Konto, Geld wird ausgegeben, Geld wird gespart oder zurückgestellt, periodische Rechnungen müssen bezahlt werden, ein Freund wartet auf die Rückzahlung der 40 Franken vom letzten gemeinsamen Essen, die längst verdrängte Steuerrechnung ist auch noch fällig und, und, und.

Wer das alles und mehr komfortabel managen möchte, ohne selbst an alles denken zu müssen, der ist ein potenzieller Yapster.

Was Yapeal kann

Eine mobile App, die YapApp, öffnet den Zugriff auf eine hochentwickelte Blockchain-inspirierte Technologie, welche mit dem Nutzer denkt und für den Yapster arbeitet. Einige herausgegriffene Features, mit denen die Macher antreten, um bei der Schweizer Bevölkerung Laune zu machen, ein Yapster zu werden:

  • Onboarding: selbstverständlich online in wenigen Minuten
  • Lifestyling Intelligence: die App kennt den Lebensstil und die Gewohnheiten seines Nutzers, agiert deshalb intelligent und individuell
  • Financial Amigo: die App führt das laufende Budget, eröffnet und füllt Spartöpfe, überwacht die Ausgaben auf Reisen, warnt vor zu hohen Ausgaben, weiss, wann die Steuerrechnung kommt, plant sie auch ein – und mehr
  • Yapster-to-all: Geld senden oder Geld anfordern, Rechnungen splitten und teilen, weltweit, in mehreren Währungen – mit Yapstern und auch mit Nicht-Yapstern
  • Family Shizzle: Taschengeld für Kinder, online Genehmigung für Einkäufe von Kids auf Shoppingtour, Rechnung von Kids checken und mit einem Klick bezahlen (oder auch nicht), die Rechnungen der Eltern erfassen und zur One-Klick-Freigabe senden – und mehr
  • Card Control: PIN online festlegen, Karte sperren oder auch nur temporär freezen, kontaktloses Zahlen ein- und ausschalten, intelligentes Geoblocking, Ausgabenkontrolle

Und sonst?
Mit zum geplanten Angebot gehören Schweizer Bankkonto (Multi-Währungs-fähig), Sparkonten, Überziehungsmöglichkeiten, Zahlungsverkehr, Debitkarten und Mobile Wallets für Google Pay, Apple Pay, Samsung Pay und Wearables.

Open Banking
Yapeal denkt in offenen Dimensionen und APIs. Was ein Yapster an externen Funktionen und Features über Yapeal sehen, verwalten und organisieren möchte, kann angedockt und integriert werden.

Transparenz
Yapeal setzt auf Transparenz, auch während der Entwicklungsphase. Deshalb operiert Yapeal aktuell mit dem Hinweis:

"Yapeal is a project to build a bank. It is not yet a bank and is not licensed as such by Swiss authorities."

Wie die beschriebenen und weitere Funktionen ausgestaltet werden und wie die Macher von Yapeal Sicherheit definieren, kann auf der heute freigeschalteten Website im Detail nachgelesen werden.

Soweit klar, aber was nun: Bank oder etwas ganz Anderes?

Unsere Redaktion hat im November 2017 im Zusammenhang mit FinTechs und der Startup-DNA von Challenger-Banken die Frage gestellt: Entsteht ein völlig neuer Typ von Bank, der keine ist? Yapeal gibt, neben anderen Protagonisten, eine Antwort auf diese Frage, die möglicherweise anders als erwartet ausfällt:

Menschen und damit der Community ist es längerfristig völlig egal, unter welcher Etikette das segelt, was alle ihre Geldverwaltungs-und Finanzmanagement-Probleme komplett und wunderbar einfach löst. Menschen denken zunehmend weniger in Rastern von Bank oder Nicht-Bank – und schon gar nicht in Dimensionen wie FinTech, Neo-Bank, Digitalbank oder was auch immer. Das sind Begriffe, die uns als Redaktion und Experten aus der Finanzbranche beschäftigen, darüberhinaus keinen.

Menschen wollen einfach ein "Ding", das die Rolle eines Finance Bro, eines Pay Bro, eines verlässlichen Partners übernimmt, der sich kümmert und all das möglich macht, was im Moment gebraucht wird. Einfach, komfortabel, vielseitig, mitdenkend, damit der Nutzer flexibel agieren kann, ohne über Technologie, Konfiguration, Hürden oder Grenzen nachdenken zu müssen. 

Die YapApp ist so ein "Ding". Der Nutzer behält die Regie und nutzt das, was er braucht. Yapeal sorgt dafür, dass all das einfach und komfortabel funktioniert. Die technologischen Helfer, die Algorithmen, rennen Backstage, ohne dass der Nutzer diese mit Namen kennen muss. Seine persönliche und auf dem Smartphone sichtbare Bühne ist jederzeit aufgeräumt, einladend, kommunikativ und mit allen Funktionen für ihn nutzbar.

Deshalb stellt sich die Frage nicht, ob Yapster eine Bank oder etwas ganz Anderes ist. Es ist das, was die Communitiy sich wünscht. Und weil die Community tausend Gesichter hat, ist es das, was der einzelne Nutzer im Moment braucht.

Von der Idee zu Yapeal zum Yapster: Die Roadmap

Die Roadmap im Bild mit den zentralen Stationen: Vom ersten Gedanken, über die Gründung der Company, bis zu den Phasen der gestaffelten Live-Schaltung der verschiedenen Funktionen.

Wie kommen fünfzehn Gründer dazu, alles auf eine Karte zu setzen?

Ist Yapeal ein lustiges Startup auf der grünen Wiese, das eine smarte Idee umsetzen will und mal schaut, wie weit es kommt? Eher nicht, die Gründer haben klare Pläne und ebenso klare Ziele. Die Macher haben durchwegs und jeder für sich langjährige Erfahrung in Finanzinstituten, Grossbanken oder Kartenunternehmen und verfügen über die notwendigen Skills in allen wichtigen Disziplinen. Zusammengenommen ist da ein Team mit neuen Ideen, Know-how, Kompetenz und Schlagkraft am Werk.

Zudem gehören sämtliche Mitglieder des aktuellen Teams zu den Gründern und Mitinhabern, beseelt und getrieben von einer gemeinsamen Vision, die sie in Arbeit haben. Die meisten haben einen sicheren und gut bezahlten Job in der Finanzindustrie eingetauscht gegen die Vision, Banking ein neues Gesicht zu geben.

Mit anderen Worten, die machen Ernst, haben aber sichtlich Spass dabei. So gesehen und genauso empfunden von der Redaktion beim Besuch von Yapeal in Zürich, repräsentiert durch die folgenden Gesichter, Profis und Macher.

Übrigens: Yapeal hat zentrale Funktionen gut besetzt, eine ist noch offen, ein CEO wird gesucht. Nach Yapeal sehr gerne weiblich. Wenn also bei einer CEO genau jetzt der Wunsch Gestalt annimmt, als Visionärin, Macherin und Pionierin Banking neu und anders zu definieren, dann findet sie hier jederzeit interessierte Gesprächspartner. Nein, die Türen bleiben für einen männlichen CEO nicht verschlossen. Ist er so gut wie die beste Frau, die heute einfach noch nicht reif ist, ein Yapster zu sein, bleibt er ebenso willkommen.

Unsere Gesprächspartner

Bei unserem Besuch haben wir uns vom ganzen Yapeal-Team inspirieren lassen. Inspirieren so verstanden, als das Nonverbale eine zusätzliche Geschichte erzählt. Eine Geschichte, die beim Artikelschreiben helfen kann, den Spirit eines Teams, die entspannte Atmosphäre gepaart mit einer vorwärtsdrängenden Entschlossenheit zwischen die Zeilen zu packen.

Pläne, Ziele, Fakten und Details haben wir dann mit Andy Waar (CMO) und Christian R. Meier (COO) diskutiert. Zusammengenommen über 45 Jahre Marketing-, Banking- und Technologie-Erfahrung am Tisch, aktiv dabei, Yapeal ins neue Banking-Zeitalter zu führen.

Andy Waar und Christian Meier von Yapeal
Andy Waar, CMO (links) und Christian R. Meier, COO (rechts) | Foto: Sonya Fricker, MoneyToday.ch

Zuschauen, wie eine Bank entsteht

Oder eben ein "Ding". So oder so aussergewöhnlich, wenn Macher ihre Community dermassen früh in den Prozess mit einbeziehen. Meistens startet die Kommunikation kurz vor dem Launch – und zack, ist sie da, die neue Bank. Yapeal geht bewusst auch hier andere Wege, weil das Startup die wachsende Community nicht nur zuschauen lässt, sie darf und soll mitreden. Aus der Überzeugung heraus: keine Bank, weder eine traditionelle noch eine Neo-Bank, weiss besser als die Community, was Menschen fehlt, was sie sich wünschen, was sie brauchen und was sie tatsächlich nutzen werden.

Was klug inszeniert eher schnell zu einem Dialog mit dem Markt führen kann, etabliert auf der anderen Seite einen hohen Anspruch und setzt die Macher auch unter Druck. Kommt das Versprechen vor dem Produkt, muss in bestimmten Intervallen abgeliefert werden. Diese mutige Entscheidung zum selbstgeschaffenen Leistungsdruck bietet allerdings auch Chancen. Gelingt es, eine grosse und vor allem involvierte Community mit im Boot zu haben, bevor das Produkt in den Markt geht, ist das Terrain für einen starken Launch geebnet. Das kann sich auf Start, Wachstum und auf die weitere Entwicklung des Produkts sehr positiv auswirken. Weil Nutzer nicht nur Kunden sind, sondern vielmehr Yapster und damit eben Family und Friends. 

Interessanter Ansatz. Auch wir von der Redaktion werden zuschauen, immer wieder mal tiefer schürfen und regelmässig über das Projekt, seine Entwicklung und seine Macher berichten.

Dieser Artikel ist auch in Englisch verfügbar