Die Ava-Technologie für die Früherkennung von COVID-19?

Grafik zur Studie Ava COVID-19
Bild: Ava

Aktuell ist eine wissenschaftliche Studie zur Früherkennung von COVID-19-Infektionen gestartet worden – im Zentrum: das Ava-Armband.

Das digitale Gesundheitsunternehmen Ava hat sich einen Namen mit seinem gleichnamigen Armband gemacht. Die Technologie des Armbandes von Ava basiert auf einer Kombination aus Künstlicher Intelligenz und klinischer Forschung – es ermöglicht seinen Trägerinnen, die beste Zeit für die Empfängnis in ihrem monatlichen Zyklus zu ermitteln.

Im Moment wird erfroscht, ob der Anwendungsbereich des Armbandes noch deutlich weiterreichen und im Zusammenhang mit dem Coronvirus eine Rolle spielen könnte.

Lea von Bidder, Co-Gründerin und CEO von Ava

Ich freue mich, eine wissenschaftliche Studie ankündigen zu können, in der untersucht wird, ob das Ava-Armband die frühesten Anzeichen einer COVID-19-Infektion erkennen kann, noch bevor Symptome auftreten

Die Studie und die Hypothese

Das sensorische Armband ist ein lizenziertes Medizinprodukt, das fünf Parameter während des Schlafes überwacht: Hauttemperatur, Ruhepulsfrequenz, Perfusion, Atemfrequenz sowie die Herzfrequenzvariabilität. Diese aufgezeichneten physiologischen Daten werden innerhalb einer aktuell gestarteten Studie mit den Daten von COVID-19-Patienten verknüpft.

Die zugrunde liegende Hypothese: Durch die Enwicklung eines neuen Algorithmus soll die frühzeitige Identifizierung von COVID-19 ermöglicht werden, selbst wenn keine typischen Krankheitssymptome vorliegen.

Ein Armband als Frühwarnsystem

Verläuft die Studie erfolgreich, dann würde das Ava-Armband als Frühwarnsystem funktionieren, mit dem Krankenhäuser und Arztpraxen bei der Untersuchung und Behandlung von Patienten effizient und effektiv arbeiten können.

Das Armband würde Angehörigen der Gesundheitsberufe Informationen über den Zustand von Personen geben, die mit COVID-19 infiziert sind, ohne dass sie in direkten Kontakt mit diesen Personen kommen oder sich einer möglichen Infektion aussetzen müssen. Dies könnte nicht nur die Angehörigen der Gesundheitsberufe schützen, sondern auch die Gesundheitsinfrastruktur entlasten.

Der Gesundheitszustand von Menschen in Isolation zu Hause oder Patienten in Quarantäne könnte ohne direkten Kontakt fernüberwacht werden.

Erste Ergebnisse im Herbst 2020

Die COVI-GAPP-Studie steht unter der Leitung der liechtensteinischen Wissenschaftler und Unternehmer Professor Dr. Lorenz Risch und Dr. Martin Risch. Die erforderlichen Genehmigungen, darunter jene der Kantonalen Ethikkommission Zürich, liegen vor. Finanziert wird die Studie zum grössten Teil vom Fürstenhaus Liechtenstein und der liechtensteinischen Regierung.

Erste Ergebnisse werden im Herbst 2020 erwartet. Mit zu den Zielen gehört, die Resultate der Forschung vor Beginn einer möglichen zweiten Infektionswelle in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 verfügbar zu haben, damit zu diesem Zeitpunkt wirksame Massnahmen gegen die weitere Verbreitung von COVID-19 ergriffen werden könnten.