SCT Inst

= SEPA Credit Transfer Instant

SEPA Instant Payments, die ultraschnelle Form der SEPA-Überweisung. SCT Inst ist das SEPA-Überweisungsverfahren für die Abwicklung von Überweisungen in Echtzeit in Euro im SEPA-Raum, wie es in der Vorversion des Regelwerks (Rulebook) vom EPC (European Payments Council) vorgeschlagen wird.

Das Projekt

Das ERPB (Euro Retail Payments Board) hat bereits im Juni 2015 den Weg freigemacht für eine neue Zahlungsverkehrslösung in Echtzeit: SEPA Instant Payments. Die Kreditwirtschaft, vertreten durch den EPC, hat im April 2016 unter dem Titel "The SEPA Instant Credit Transfer" einen Vorschlag für das Design des Regelwerks einer SEPA Sofort-Überweisung ausgearbeitet und zeichnet verantwortlich für die weiteren Schritte. In Anlehnung an das SEPA Überweisungsverfahren SCT (SEPA Credit Transfer), trägt das neue Verfahren den Namen: SCT Inst (SEPA Credit Transfer Instant).

So funktionieren SCT Inst-Transaktionen

Das Projekt des EPC definiert für SEPA Instant Payments folgende Regeln:

  • 10 Sekunden
    End-to-End-Verarbeitung innerhalb von 10 Sekunden, dann soll der überwiesene Betrag auf dem Konto des Zahlungsempfänger zur Verfügung stehen.
  • 15'000 Euro
    Instant Payments sollen für Überweisungen in Euro im gesamten SEPA-Raum bis zur Höchstgrenze von 15'000 Euro funktionieren.
  • 24/7/365
    Permanente Verfügbarkeit rund um die Uhr, 7 Tage in der Woche, das ganze Jahr, ohne Ausnahme.
  • 34 Länder
    Instant Payments sollen in allen 34 Ländern möglich sein, welche dem SEPA-Raum angeschlossen sind.

Planung und Termine im Überblick

Planung und Entwicklungszeitraum sind vom ERPB und vom EPC in folgenden Schritten definiert worden:

  • 29. Juni 2015: Entscheidung des ERPB zur gemeinsamen Lösung für SEPA Instant Payments
  • 12. April 2016: Version 0.1 Scheme Rulebook zur öffentlichen Konsultation
  • 10. Juli 2016: Ende der öffentlichen Konsultationsperiode, Überprüfung der Kommentare
  • 30. November 2016: Publikation Scheme Rulebook in finaler Version
  • ab Januar 2017: Umsetzung und Implementierung durch PSPs
  • 21. November 2017: Neue Regeln treten in Kraft, erste SCT Inst-Transaktionen im Markt

Hintergrund

Nationale Systeme für Instant-Zahlungen werden in mehreren Ländern entwickelt oder sind bereits im Markt. Weltweit in Australien, Brasilien, Chile, China, Indien, Japan, Kanada, Korea, Mexico, Singapur und Südafrika.

In Europa haben folgende Länder nationale Lösungen entwickelt: Dänemark, Grossbritannien, Polen und Schweden. Pionier ist in diesem Bereich der Service von Faster Payments, der bereits seit 2008 in Grossbritannien erfolgreich läuft. Allerdings ermöglichen nicht alle Systeme tatsächliche Echtzeit-Zahlungen, die Transaktion kann einige Minuten bis zu zwei Stunden in Anspruch nehmen. Der EPC hat mit der Vorgabe von 10 Sekunden für die End-to-End-Verarbeitung klargemacht, wie "instant" im Gegensatz zu "faster" definiert wird.

Was jedoch fehlt: eine gemeinsame und harmonisierte Lösung für den Europäischen Zahlungsraum.

Um einer weiteren Fragmentierung von Instant Payment-Lösungen im SEPA-Raum entgegenzuwirken, haben ERPB (Euro Retail Payments Board) und EPC das Projekt der SEPA Instant Payments auf den Weg gebracht. Die Kreditwirtschaft, vertreten durch den EPC, hat im April 2016 einen Vorschlag für das Design des Regelwerks einer SEPA Sofort-Überweisung ausgearbeitet und zeichnet verantwortlich für die weiteren Schritte. Die Startflagge für Instant Payments ist am 21. November 2017 gefallen. In Anlehnung an das SEPA Überweisungsverfahren SCT (SEPA Credit Transfer), segelt das Projekt unter dem Titel: SCT Inst (SEPA Credit Transfer Instant).

Scheme Rulebook Version 1.1

Das Scheme Rulebook in Version 1.1 (2017) vom 18. Oktober 2017 steht hier zum runterladen bereit: