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Bankbewilligung und FinTech-Lizenz

Infoabend: Bankbewilligung und FinTech-Lizenz

Braucht ein FinTech eine FinTech-Lizenz, eine Bankbewilligung oder schlicht gar nichts?

Welchen Rahmen sich ein FinTech geben will oder schaffen muss, hängt in erster Linie mit dem konkreten Geschäftsbereich zusammen, den ein Startup beackern will.

Mit der neuen FinTech-Bewilligung, die am 1. Januar 2019 kommt, öffnen sich für FinTechs auch neue Spielräume. Klug ist, rechtzeitig den rechtlichen und regulatorischen Rahmen abzustecken – das spart Zeit, Umwege und auch Geld. Dabei stellen sich jedoch auch viele Fragen, zum Beispiel:

Was bietet die neue Fintech-Lizenz genau? Macht der gesteckte Rahmen einer Fintech-Lizenz für die geplante Geschäftstätigkeit überhaupt Sinn? Ist diese Lizenz auf Langfristigkeit ausgelegt oder ist sie bloss als Zwischenschritt zur Bankbewilligung zu sehen? Ist allenfalls eine Bankbewilligung von Anfang an möglicherweise der bessere Weg?

Der Info-Event zu den brennenden Fragen

Dr. Cornelia Stengel, Juristin und Partnerin bei Kellerhals Carrard und Jürg Frei, Manager bei Soranus helfen Startups und FinTechs auf die Spur. Zwei Kurz-Referate leuchten einerseits die rechtlichen Bedingungen der neuen FinTech-Lizenz aus und stellen andererseits den Bewilligungsprozess für eine volle Banklizenz ins Zentrum.

Dr. Cornelia Stengel, Kellerhals Carrard
Dr. Cornelia Stengel, Kellerhals Carrard
Jürg Frei, Soranus
Jürg Frei, Soranus

Der interdisziplinäre Ansatz bietet interessierten Personen aller Stufen die Gelegenheit, sowohl juristische als auch praktische Voraussetzungen für eine Bankbewilligung oder eine FinTech-Lizenz kennenzulernen.

Mit zu den diskutierten Fragen und Antworten gehören Aspekte, die im einen wie im anderen Fall eine Rolle spielen können. Fragen, welche Startups und FinTechs beschäftigen, zum Beispiel:

  • Welche Bewilligungen brauchen wir? Ist die Fintech-Lizenz für unser Startup überhaupt ein Thema? Ist die Fintech-Lizenz auf Langfristigkeit ausgelegt oder nur die Vorstufe zur Banklizenz? Immerhin ist der Übergang zur Banklizenz im Gesetz schon einmal vorgesehen, denn bei Überschreiten des Schwellenwerts für Publikumseinlagen von CHF 100 Mio. ist innerhalb von 90 Tagen ein Gesuch, um eine Banklizenz einzureichen (Art. 1b Abs. 6 BankG).
  • Welche weiteren Regulationen (zum Beispiel GwG) sind zu beachten? Mit welchen Konsequenzen für das Geschäftsmodell?
  • Zwischen Banken respektive einer regulierten Tätigkeit und einem Startup besteht häufig ein Kultur-Gap. Hier stehen sich einerseits Vorschriften, Formalitäten und Bürokratie und andererseits Kreativität, Disruption und Technologie-Fokus gegenüber. Jede Seite hat ihre Berechtigung, jedoch kommt nur zum Erfolg, wer eine konstruktive Annäherung und gegenseitiges Verständnis schafft. Dieser Kultur-Gap besteht nicht nur zwischen Behörden und FinTech Startups, sondern zeigt sich auch innerhalb eines Startups, weil eine FinTech-Lizenz oder eine Bankbewilligung bestimmte Strukturen und Formen verlangt – Dinge, die typischerweise nicht zu den primären Stärken eines Startups gehören.
  • Die FINMA prüft jedes Bewilligungsgesuch im Detail aus ihrer Aufsichtsperspektive. Dabei ist es insbesondere für Startups nicht immer einfach, das Geschäftsmodell transparent darzulegen. Besonders disruptive oder besonders innovative Startups werden dafür mehr Geduld brauchen und mehr Aufwand betreiben müssen, um eine FinTech- oder gar eine Bankbewilligung zu erhalten.
  • Die Geschäftstätigkeit von im Markt stehenden Banken hat sich meist über Jahre entwickelt, was sich in komplexen Geschäftsprozessen, Compliance und Buchführungsmechanismen ausdrückt. Ein FinTech Startup, welches eine FinTech-Lizenz oder eine Bankbewilligung anstrebt, hat alle Anforderungen von Anfang an zu erfüllen und sich so zu organisieren, dass diese auch eingehalten und kontrolliert werden können.
  • Zentral für die Erlangung einer FinTech- oder Bankbewilligung sind schliesslich die Personen mit Organstellung, also die Verwaltungsrats- und Geschäftsleitungsmitglieder. Aber auch Aktionäre werden meist ab einem bestimmten Beteiligungsgrad vertieft analysiert. Die beteiligten Personen müssen sich nicht nur ausweisen, sondern auch sensitivere Informationen über sich preisgeben. Es ist nicht unüblich, dass die FINMA sogar Referenzen einholt und sich dabei nicht auf die Schweiz beschränkt. 

Das und mehr ist in der Diskussion am Info-Event zum Thema Bankbewilligung und FinTech-Lizenz. Wer mit dabei ist, weiss nachher nicht alles, sieht aber sehr viel klarer und kann besser planen. Zudem stehen die beiden Experten Cornelia Stengel und Jürg Frei auch beim Apéro nach dem Event zur Verfügung, um brennende Fragen zu beantworten.

Informativ, hilfreich, komprimiert und kostenlos

Der Event wird als kostenlose Serviceleistung für Startups und FinTechs durchgeführt. 90 Minuten komprimierte Information mit Fakten, mit Fragen und mit konkreten Antworten. Danach Apéro und die Diskussion darf weitergehen.

Dienstag, 22. Januar 2019, ab 16:30 Uhr, im FIFA-Museum Zürich

Zusätzliche Informationen zum Rahmen und zum Event gibt's auf der Website FinTech-Training (powered by Fintechrockers) – und kostenlose Tickets kann man auch direkt buchen.