Finanzbildung

Das FinTech Bling startet Lernplattform für Finanzwissen

Illustration, welche das Thema Finanzbildung symbolisieren soll
Quelle: Bling

Finanzbildung trifft Alltag: Bling erweitert sein Portfolio um interaktive Lerninhalte zu zentralen Geldfragen.

Das Berliner Startup Bling, mitgegründet vom Schweizer Nils Feigenwinter, nimmt für sich in Anspruch, Europas erstes Family-FinTech zu sein – was es wahrscheinlich auch ist.

Bling bietet zahlreiche Leistungen, die mit Taschengeld, Familienbudget, Einkaufen, Bezahlen, Sparen und Investieren zu tun haben. Und mit Anstössen, Fragen rund um Geld am Familientisch zu diskutieren und Kinder dabei einzubeziehen.

Darüber hinaus spielen auch Mobile-Angebote und günstige Handy-Tarife eine Rolle – und weitere Sparten, welche das Taschengeld- und Familienbudget entlasten können.

Finanzbildung hat das FinTech immer schon ins Zentrum seiner Aktivitäten gestellt. Und jetzt macht Bling einen weiteren Schritt in diesem Bereich.

Die Schule lehrt Mathe. Bling will Geld lehren.

Das FinTech Bling startet mit Bling Skills eine neue Lernplattform für Finanzwissen innerhalb seiner Family-Banking-App.

Der Ansatz hinter dem Projekt: Finanzwissen soll nicht losgelöst vom Alltag vermittelt werden, sondern direkt dort stattfinden, wo Kinder und Jugendliche bereits erste eigene Erfahrungen mit Geld sammeln: beim Bezahlen, Sparen und Organisieren ihres Taschengelds.

Die neuen Inhalte reichen von ersten Verdienstmöglichkeiten und Steuern bis hin zu Ausbildungs-Finanzierung und Immobilien. Kurze Video-Lektionen, anschliessendes Quiz und spielerische Elemente sollen Finanzwissen niedrigschwellig und alltagsnah vermitteln.

Bling verknüpft das tägliche Bezahlen und Sparen mit fundierter Wissensvermittlung. Mit Bling Skills integriert das Family-FinTech eine pädagogisch ausgerichtete Lernkomponente direkt in seine App und ergänzt den praktischen Umgang mit Geld um eine strukturierte inhaltliche Ebene.

Eine Antwort auf fehlende Inhalte im Unterricht

Die Erweiterung adressiert ein dokumentiertes Defizit: Laut der Bankenverband-Jugendstudie 2024 halten drei von vier Jugendlichen Finanzthemen für wichtig, doch rund 80 Prozent fühlen sich durch die Schule kaum darauf vorbereitet. Gleichzeitig wünschen sich 92 Prozent der Befragten, dass Finanzthemen fest im Bildungskontext verankert werden.

Aktuelle Erhebungen bestätigen den anhaltenden Bedarf an mehr Finanz- und Wirtschaftswissen. Bling will diese Inhalte jetzt dort anbieten, wo die Zielgruppe bereits erste finanzielle Erfahrungen sammelt – direkt mit dem eigenen Taschengeld verknüpft.

Das Prinzip: Wissen verstehen, anwenden und vertiefen

Bling Skills folgt einem klar strukturierten Lernansatz: Kurze Video-Lektionen führen in Themen wie Steuern, Versicherungen oder den Immobilienmarkt ein. Ein anschliessendes Quiz überprüft jeweils das Verständnis und festigt das Gelernte unmittelbar. Erfolgreich absolvierte Lektionen werden mit Sternen belohnt. Sie machen den Lernfortschritt sichtbar und ermöglichen die Teilnahme an regelmässig wechselnden Verlosungen innerhalb der App.

Die Inhalte sind in sechs Lernmodule gegliedert: Geld, Geld verdienen, Arbeit als Creator, Steuern, Ausbildungs-Fnanzierung und Immobilien. Die einzelnen Lektionen sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander bearbeitet werden. Eltern können den Fortschritt ihrer Kinder in der App begleiten und auch selbst testen, wie weit das eigene Finanzwissen bei komplexeren Themen eigentlich reicht.

Finanzkompetenz als Grundlage für fundierte Finanzentscheidungen

Finanzkompetenz gilt als zentrale Voraussetzung für fundierte finanzielle Entscheidungen – sowohl auf individueller als auch auf gesellschaftlicher Ebene.

Analysen der Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) zeigen, dass höhere Finanzkompetenz eng mit verantwortungsbewusstem Finanzverhalten, reflektierteren Entscheidungen und stärkerer Zukunftsorientierung verbunden ist. 

Sven Schumann, Experte für Wirtschafts- und Finanzbildung bei der Deutsche Börse Group und Teil des Education Boards von Bling, ordnet die Entwicklung ein: «Finanzielle Bildung findet in der Regel ausserhalb von Schule und oft isoliert vom Alltag statt. Wer jedoch früh versteht, wie finanzielle Zusammenhänge funktionieren, trifft später verantwortungsbewusstere Entscheidungen. Der Ansatz von Bling, die Wissensvermittlung direkt in die App-Nutzung zu integrieren, ist daher ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Finanzkompetenz und damit für die Resilienz der Gesellschaft.»