Seit Neo-Banken und Neo-Broker gross und finanzkräftig geworden sind, engagieren sie sich auch publikumswirksam im Sport-Sponsoring, um ihre Services in die Fan-Breite zu tragen.
Die Neo-Banken Revolut und Nubank sind unter anderem in der Formel 1 präsent. Der Wiener Krypto-Broker Bitpanda setzt mit Markenbotschafter Stanislas Wawrinka auf Tennis und ist mit europäischen Topclubs wie Paris Saint-Germain, AC Mailand und dem FC Bayern München stark im Profi-Fussball engagiert. Seit gut einem Jahr auch in der Schweiz, Bitpanda ist Hauptsponsor des FC Basel.
Durch diese Partnerschaft mit dem FCB unterstreicht Bitpanda seinen Anspruch, die Präsenz in der Schweiz weiter auszubauen. Für die Multi-Asset-Plattform ist die Schweiz ein attraktiver Markt.
Die Partnerschaft mit dem FC Basel geht über die reine Logopräsenz auf dem Trikot und im Joggeli hinaus. Neben klassischer Markenpräsenz umfasst die Partnerschaft gemeinsame Pläne für digitale Fan-Erlebnisse, kreative Content-Formate und strategische Initiativen. Zudem, so Bitpanda, will das Unternehmen "neue Verbindungen zwischen der Leidenschaft für den Fussball und einer modernen Investmentkultur schaffen – authentisch, interaktiv und zukunftsgerichtet".
Wie passt das Engagement von Swiss Bankers ins Spiel?
Der FC Basel und die HBL-Tochter Swiss Bankers gehen eine langfristige Partnerschaft ein, wie beide Partner in einem gemeinsamen Accouncement verkünden. Swiss Bankers wird neuer Rotblau-Partner und tritt künftig als "Offizieller Payment-Partner des FC Basel 1893" auf. Gemeinsam planen die beiden Unternehmen innovative Angebote rund um das Bezahlen für die rotblaue Fangemeinschaft.
Die beiden Partner wollen neue Angebote entwickeln, die den Fans rund um den Matchtag und darüber hinaus echten Mehrwert bieten und die Bindung zum Club weiter stärken. Details sollen zu einem späteren Zeitpunkt kommuniziert werden.
Swiss Bankers + Bitpanda = FCB-Kreditkarte?
Unser Kollege Michael Heim von der "Handelszeitung" folgt der Fährte einer gemeinsamen Karte von FCB-Bitpanda-Swiss Bankers schon seit einigen Wochen. Er hat eher zufällig das möglicherweise unbeabsichtigt vorzeitig publizierte Logo von Swiss Bankers auf der FCB-Website entdeckt.
Heim dürfte mit seiner Vermutung recht bekommen. In der aktuellen Konstellation drängt sich eine Karte geradezu auf. Swiss Bankers ist Payment-Partner und Kartenherausgeberin. Krypto-Broker Bitpanda hat, im Gegensatz zum europäischen Ausland, für seine Kunden in der Schweiz noch keine Karte im Angebot. Der FCB kann Saisonkarte und zusätzliche digitale Leistungen mit einer Kreditkarte für Community und Fans wunderbar verbinden.
Jean-Paul Saija, CCO des FC Basel, wischt die letzten Zweifel vom Tisch: «Bezahlen gehört zum Fussballerlebnis dazu – im Stadion, im Fanshop und im Alltag. Wir freuen uns, gemeinsam mit Swiss Bankers dieses Erlebnis für unsere Fans einfacher und attraktiver zu machen.»
Es ist nicht allzu schwer vorstellbar, wie dieses Bezahl-Erlebnis mit einer Kartenherausgeberin und einem Krypto-FinTech im Sponsoren-Pool einfacher und attraktiver gemacht werden könnte.
Roland Greber, CEO Swiss Bankers, legt nach: «Als Offizieller Payment-Partner freuen wir uns darauf, gemeinsam mit dem FCB das Fan-Erlebnis auf eine neue Ebene zu heben. Die Fans dürfen sich freuen auf das, was kommt.»
Wie gesagt, Details zu den gemeinsamen Plänen kommunizieren FCB und Partner später. Aber schon heute und ohne Details – wenn etwas Sinn macht und auf der Hand liegt, dann das: Swiss Bankers + Bitpanda = FCB-Kreditkarte. Irgendwie logisch.