Metaverse

Metaverse = Metaversum

Ein Erklärungsversuch, der oft zu hören ist: Ist Metaverse das bessere Internet? Es ist sehr viel mehr und auch sehr viel grösser als das Internet. Nicht eindimensional und passiv, Menschen sind aktiv und mittendrin im virtuellen Raum des Metaverse, sie sind Teil des Metaverse – es ist gewissermassen das Leben im digitalen Raum. Durch die Kombination und Interaktion sämtlicher bestehenden Technologien und Bereiche wie Arbeiten, E-Commerce, Shopping, Gaming, Sport, Kunst, Unterhaltung, Konzerte, Freunde treffen, Gemeinschaftserlebnisse, Business, Blockchain, Tokens, Kryptowährungen, DeFi, NFTs und mehr.

Was bedeutet das konkret?

Was es wirklich bedeutet, ist aktuell erst in Entwicklung. Dadurch wird die Abstraktion nur allmählich fassbar und konkret. Im Kern könnte man Metaverse als eine Verschmelzung zahlreicher digitaler Ökosysteme mit der realen Welt beschreiben.

Verkürzt und etwas konkreter auf den Punkt gebracht: Alles, was im analogen Leben möglich ist (und mehr) soll auch im Metaverse möglich werden. Das Leben in einem Paralleluniversum – mit dem Unterschied, dass Metaverse und analoges Leben nicht völlig getrennt funktionieren, sondern zwischen der einen und der anderen Welt starke Verbindungen bestehen.

Sind Menschen im Metaverse als Avatare unterwegs, können sie ihre realen Freunde und deren Avatare ins reale Konzert einladen und dieses Konzert gemeinsam geniessen. Was mit Arbeiten, Meetings, Freizeit, Shoppen, Privatleben und Business zu tun hat – in allen Ausprägungen – lässt sich im Metaverse organisieren und leben. Science Fiction soll real werden. Auch wenn im Moment noch längst nicht alle Fragen gelöst sind: das Metaverse ist in Arbeit.

Wer baut das Metaverse?

Aktuell sind zahlreiche Gruppierung und Unternehmen am Werk, dem Metaverse Gestalt und Leben zu geben. Allen voran Facebook, der Konzern hat sich im Oktober 2021 zu Meta umbenannt, um seine angestrebte Führungsrolle klar zu machen. Wie Mark Zuckerberg sich das Metaverse vorstellt, ist hier zu sehen. Andere Big Techs, eine Vielzahl von weiteren Tech-Unternehmen sowie das Silicon und andere Valleys werden das Metaverse jedoch nicht Facebook überlassen – das Metaverse ist zu gross für einen einzigen Laden, es ist ein Projekt, das Menschen, Branchen und Industrien verbinden soll, deshalb sind weltweit sehr viele Architekten und Bauplaner am Werk.

Wie kommt der Hype rund ums Metaverse zustande?

Im Gespräch ist das Phänomen Metaverse schon länger. Spätestens seit dem Science-Fiction-Roman Snow Crash von Neil Stephenson, der den Begriff Metaversum popularisiert hat. Ansätze gab’s schon vorher, zum Beispiel mit der virtuellen Welt Second Life oder auch später mit Games wie Fortnite, der Online-Spieleplattform Roblox und anderen.

Der Hype zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich dadurch erklären, dass sämtliche digitalen Technologien für ein Metaverse heute vorhanden sind, sie müssen lediglich kombiniert, sinnvoll zusammengefügt, in eine virtuelle Welt integriert und mit dem analogen Leben verbunden werden. Das wird Jahre dauern. Das wird allerdings auch laufend neue Möglichkeiten schaffen, weil die Technologie nicht stehenbleibt. Deshalb ist das Metaverse nicht unbedingt das, was man sich heute darunter vorstellen will, es kann durch weitere Entwicklungen deutlich mehr sein.

Die Corona-Pandemie gehört mit zu den starken Treibern der Vision Metaverse. Weil Menschen auf der ganzen Welt gezwungenermassen über Monate sehr viel digitaler gelebt haben als je zuvor. Und dabei festgestellt haben, dass digitales Business, Video-Konferenzen und generell die digitale Organisation ihres Lebens erstaunlich gut funktioniert und vieles auch erleichtern kann. Auf dem Boden dieser digital gereiften Bevölkerungsgruppen hat die Vision Metaverse in der Breite überhaupt erst Chancen.