Können Grossmächte wie zum Beispiel die USA laufenden KI-Anwendungen den Stecker ziehen, ist jede Verlässlichkeit in Frage gestellt. Bleiben Unternehmens-Daten für ausländische Staaten und Behörden grundsätzlich einsehbar, setzt das gerade der Finanzindustrie mit sensiblen Daten Grenzen bei der Wahl ihrer KI-Partner.
Souveräne KI-Agenten werden Realität
Die Schweiz macht einen entscheidenden Schritt in Richtung digitaler Souveränität: Mit Apertus 1.5 veröffentlicht die Swiss AI Initiative von EPFL Lausanne, ETH Zürich und CSCS (Swiss National Supercomputing Centre) ein vollständig offenes Schweizer Sprachmodell, das erstmals die Anforderungen moderner KI-Agenten erfüllt.
Bisher war man auf ausländische KI-Modelle angewiesen, trotz Schweizer Infrastruktur und Datenhaltung. Mit Apertus 1.5 ändert sich das: Das Modell wurde auf dem Supercomputer Alps in Lugano trainiert und unter der Apache-2.0-Lizenz veröffentlicht, inklusive offener Modellgewichte, Trainingsdaten und Quellcode. Damit entsteht erstmals eine durchgängig offene und kontrollierbare Grundlage für souveräne KI-Anwendungen in der Schweiz.
Apertus 1.5 bringt zentrale Funktionen für produktive KI-Agenten mit: ein Kontextfenster von 262’144 Tokens, native Tool-Integration sowie die Verarbeitung von Text, Bild und Audio. Unternehmen und Behörden können damit KI-Agenten entwickeln, die Informationen analysieren, Werkzeuge nutzen und Prozesse automatisieren. All das auf einer vollständig nach Schweizer Recht betriebenen Basis.
Das Tech-Unternehmen Phoeniqs integriert Apertus 1.5 ab sofort in seine AI Model Service-Plattform und macht das Modell für Unternehmen und Behörden produktiv nutzbar.