Schweizer Startups

Ein Tool für die private Administration – neu mit Postbriefkasten

Elvida-Gründer Carlo Camenzind und Surya Skaria am Zünder Accelerator 2026
Elvida-Gründer Carlo Camenzind und Surya Skaria am Zünder Accelerator 2026 | Bild: Elvida

Elvida ist die digitale Privatadministration, die Ordnung und Übersicht ins Leben ihrer Nutzerinnen und Nutzer bringen soll.

Die integrierte KI von Elvida sortiert alle Dokumente automatisch in 13 Lebensbereiche, erkennt Fristen wie Kündigungern oder Fälligkeiten und behält den Überblick über Versicherungen, Steuern und Verträge.

Die Einlieferung der Dokumente ist smart gelöst, per Drag & Drop am Desktop, mit dem Dokumenten-Scanner auf dem Smartphone oder per E-Mail. Verträge und wichtige Dokumente bleiben auffindbar gespeichert, Rechnungen ebenfalls, Zahlungen werden mit einem Klick aufgeführt.

Das Tool ist praktisch für Menschen, die sich weder Termine noch Fristen merken wollen, sie werden daran erinnert. Oder für jene, die schon zum hundertsten Mal wichtige Briefe, Papiere, Policen oder Verträge gesucht und nicht gefunden haben. 

Im Kern ist Elvida ein digitaler Aktenschrank, nur klüger, weil das Tool die ganze private Administration organisiert und in Ordnung hält. Ohne Bundesordner, Papier und Notizen in der Agenda.

Elvida leert jetzt auch den Briefkasten

Die Gründer des Schweizer Startups haben ihre Plattform neu an ePost angebunden, den digitalen Briefkasten der Schweizerischen Post. Die Briefpost kommt damit von allein an, wird verstanden, einsortiert und erinnert – ohne dass Nutzerinnen und Nutzer ihre Post noch manuell durchgehen müssen.

Wer seinen privaten ePost-Briefkasten mit Elvida verbindet, dessen Post wird automatisch abgeholt, verstanden und einsortiert – die Prämienrechnung landet im Bereich Gesundheit, die Zahlungs-Erinnerung steht bereit, bevor der Brief geöffnet ist – und was steuerrelevant ist, wird gleich als solches erkannt. Kommt die Steuererklärung, liegen die Unterlagen vorsortiert bereit, statt dass man sie zusammensuchen muss. 

Fragen, die kein Ordner beantworten will und Unterlagen, die sprechen können

Ob Versicherungs-Policen, Mietverträge oder Rechnungen – in zahlreichen Dokumenten stecken alle Informationen drin, die man irgendwann braucht, aber oftmals schwer findet.

Mit Elvida Assist können Nutzerinnen und Nutzer den eigenen Unterlagen Fragen stellen: Was muss ich nach einem Unfall tun, wo melde ich mich? Wie viel zahle ich pro Monat für Abos? Die Antworten kommen ausschliesslich aus den eigenen Dokumenten, ohne dass man diese hervorkramen muss.

Wer hat's erfunden?

Das Tech-Startup Elvida ist von Surya Skaria und Carlo Camenzind Mitte 2025 gegründet worden, ihr Produkt ist im März 2026 in den Markt gegangen. Die beiden Gründer sind selbst Familienmanager, Selbstständige, Expats – sie wissen, wie wichtig Papiere sind und wie mühsam Papierkram sein kann. Sie hatten das eigene Papierchaos satt und wollten etwas Besseres bauen. 

Elvida gibt's als Fremium-Version kostenlos oder als persönlicher Life Admin mit ausgebauten Leistungen im Monats-Abo. Das Startup legt Wert auf Schweizer Sicherheit, Hosting in der Schweiz, Daten-Verschlüsselung ab Nutzer-Gerät (AES-256) sowie DSG/DSGVO-Konformität.

Als Nächstes: der Notfallordner – und Rechnungen, die sich selbst bezahlen

Die ePost-Anbindung ist für Elvida der Anfang. Aktuell in Arbeit ist der Notfallordner, damit Angehörige im Ernstfall alles Wichtige an einem Ort finden. Im Tool sieht man auf einen Blick, was in der Vorsorge noch fehlt – Patientenverfügung, Vorsorgeauftrag, Testament – und kann diese Dokumente direkt in Elvida erstellen. Hilfreich, weil: nur rund jede fünfte Person in der Schweiz hat einen Vorsorgeauftrag.

Danach kommt Multi-Banking, damit Rechnungen auf Wunsch auch gleich bezahlt werden können. «Wir sehen darin die Zukunft der privaten Verwaltung», sagt Camenzind zu bestehenden und zu neuen Funktionen, «jeder hat seinen eigenen Assistenten und muss sich um nichts mehr kümmern.»