LegalTech

Die digitale Justiz und die Digitalisierung von Anwaltskanzleien

Anwältin liest in einem Buch in der Rechtsbibliothek
Bild: wavebreakmediamicro | 123RF

Es gibt Fortschritte bei der Digitalisierung der Schweizer Justiz – und bei den involvierten Anwaltskanzleien.

Das Projekt Justitia 4.0 will die Digitalisierung der Schweizer Justiz vorantreiben, im Auftrag der Justizdirektorinnen, Justizdirektoren und der Justizkonferenz. Anwältinnen, Anwälte und Kanzleien sind mit im Boot, um gemeinsam die digitale Justiz möglich zu machen. Die Plattform "Justitia. Swiss" bildet dabei das Zentrum des Projekts Justitia 4.0.

Das Projekt verfolgt das Ziel, die heutigen Papierakten durch elektronische Dossiers zu ersetzen. Der Weg zum Recht soll nicht mehr über Papierberge führen. Mit im Fokus stehen deshalb Kommunikation und Vernetzung. Der Rechtsverkehr zwischen den verschiedenen Verfahrensbeteiligten sowie auch die Akteneinsicht soll in Zukunft elektronisch über die zentrale Justizplattform Justitia.Swiss erfolgen. Und das in sämtlichen Verfahrensabschnitten des Zivil-, Straf- und Verwaltungsgerichts-Verfahrens.

Die Digitalisierung von Anwaltskanzleien

Das Schweizer Software-Unternehmen Abacus Research meldet "einen Durchbruch" bei der Digitalisierung von Anwaltskanzleien. Im Zentrum stehen dabei das Projekt Justitia 4.0 und die Software AbaPlato aus dem Hause Abacus.

AboPlato digitalisiert in Anwaltskanzleien Prozesse, Dokumente, Mandatsdossiers sowie die Kommunikation zwischen involvierten Anwältinnen, Anwälten und anderen Parteien.

Als eine der ersten Applikationen ist AboPlato an die Justizplattform Justitia.Swiss angebunden worden. Die Software soll dadurch eine vollständige Digitalisierung der Geschäftsprozesse in einer Anwaltskanzlei ermöglichen.

«AbaPlato zeichnet sich durch die Möglichkeit aus, gerichtlich relevante Dokumente automatisiert und sicher in die entsprechenden Mandatsdossiers einzusortieren», erklärt Raffaelle Grillo, COO bei Abacus Research. «Die direkte und sichere Übertragung von Dokumenten an Justitia.Swiss sowie die digital signierte Empfangsbestätigung optimieren den Prozess erheblich», führt Grillo weiter aus.

Die erfolgreiche Anbindung an Justitia.Swiss macht die Zwischenspeicherung gerichtlicher Dokumente überflüssig und sorgt für eine sofortige und durchgängige Online-Verfügbarkeit im Mandatsdossier, so Abacus. Die Prozesse in einer Anwaltskanzlei sollen damit nicht nur effizienter, sondern auch sicherer und besser nachvollziehbar werden.