Digitale Vermögenswerte

Meilenstein für die neue Kapitalmarkt-Infrastruktur der Zukunft

Dr. Lidia Kurt, CEO Seturion und SeturionX
Hat die Kapitalmarkt-Infrastruktur der Zukunft in Arbeit: Dr. Lidia Kurt, CEO Seturion und SeturionX | Bild: Seturion

Boerse Stuttgart Group erhält DLT-TSS-Lizenz und schafft die regulatorische Grundlage für Seturion als paneuropäische digitale Settlement-Plattform.

Die Boerse Stuttgart Group hat als erste Börsengruppe in Europa die DLT-Trading-and-Settlement-System-Lizenz (TSS) im Rahmen des DLT-Pilotregimes erhalten. Mit der DLT-TSS-Lizenz schafft die Boerse Stuttgart die regulatorische Grundlage für Seturion, die paneuropäische digitale Settlement-Plattform.

Die Lizenz ist durch die BaFin erteilt worden nach einem gemeinsam mit der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) und der Europäischen Zentralbank (EZB) durchgeführten Lizenzierungs-Verfahren.

Die erteilte Lizenz markiert einen bedeutenden Meilenstein für die europäische Marktinfrastruktur: Sie ermöglicht es Seturion, als vollständig regulierte, paneuropäische digitale Settlement-Plattform zu agieren, an die sich Banken, Broker und Handelsplätze anbinden können und mit der die fragmentierte Post-Trade-Infrastruktur überwunden wird.

Was es bringt – ein wichtiger Schritt zur Kapitalmarkt-Infrastruktur der Zukunft

Die Boerse Stuttgart Group hat Seturion als paneuropäische Industrielösung initiiert, die allen Marktteilnehmern offensteht. Die Plattform unterstützt öffentliche und private Blockchains sowie die Abwicklung gegen On-Chain-Geld und Zentralbankgeld.

Durch die Anbindung an Seturion können Banken und Broker von bis zu 90 Prozent niedrigeren Kosten, deutlich kürzeren Abwicklungszyklen und höherer Effizienz durch direktes Peer-to-Peer-Settlement profitieren. Handelsplätze, die sich an Seturion anbinden, können den Handel mit tokenisierten Assets anbieten – ohne eine eigene DLT-Lizenz zu benötigen. 

«Die DLT TSS-Lizenz der Boerse Stuttgart Group ermöglicht es uns, das Potenzial der Blockchain-Technologie für die Post-Trade-Infrastruktur der nächsten Generation in Europa zu nutzen. Indem wir Seturion als digitale Settlement-Plattform aufbauen, die Banken, Brokern und Handelsplätzen in ganz Europa offensteht, tragen wir zu einem effizienten Kapitalmarkt bei – in vollem Einklang mit der europäischen Regulierung», sagt Dr. Lidia Kurt, CEO von Seturion.

Die Köpfe hinter der Vision der neuen Kapitalmarkt-Infrastruktur

Der Handel von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten wird sich in Zukunft mit Sicherheit stark verändern. Peer-to-Peer-Settlement von digitalen Vermögenswerten wird zum Standard und zentrale Wertpapierverfahrer werden unnötig. Blockchain und eigene Wallet-Infrastruktur schaffen Effizienz, Sicherheit, bringen massive Kosteneinsparungen und ersetzen die heutigen aufwendigen Prozesse beim Wertpapierhandel.

Lidia Kurt und ihr Team treiben diesen Wandel voran. Kurt ist CEO von Seturion und auch CEO von SeturionX, das zugehörige und von der FINMA regulierte DLT-Handelssystem in der Schweiz.

Vor gut einem Monat ist BX Digital zu SeturionX umbenannt worden. BX Digital war und SeturionX ist ein Schwester-Unternehmen der Schweizer Börse BX Swiss und damit Teil der Boerse Stuttgart Group. Den Namenswechsel kommentierte die CEO damals mit folgendem Statement: 

Unsere bisherige Mission als reguliertes Handelssystem für tokenisierte Assets in der Schweiz bleibt unverändert, aber der Rahmen wird grösser

Kurt und ihr Team agieren für die Schweiz und denken für Europa. Das ist gut für den Finanzplatz Schweiz und das ist bedeutungsvoll für die europäische Kapitalmarkt-Infrastruktur.

Weil das eine untrennbar mit dem anderen verbunden ist, haben wir Lidia Kurt kürzlich gefragt, welchen unbequemen Weckruf der Finanzplatz Schweiz möglicherweise brauchen würde – ihre Antwort:

«Europa bewegt sich zunehmend in Richtung tokenisierter Wertpapiere und digitaler Kapitalmarkt-Infrastruktur. Die Schweiz hängt nach wie vor stark bei der Krypto-Infrastruktur. Sie muss aber aufpassen, beim deutlich grösseren Thema der digitalen Kapitalmarkt-Infrastruktur nicht den Anschluss zu verlieren. Gerade hier entscheidet sich, welche Finanzplätze künftig relevant bleiben.»

Mehr zu Seturion und SeturionX in den "Verwandten Artikeln" unten und mehr zur CEO der beiden Unternehmen in einem spannenden persönlichen Porträt: "Warum Lidia Kurt glaubt, dass die grösste Blockchain-Revolution noch vor uns liegt".