Neo-Banken

Die Neo-Bank Yuh lanciert ein kostenloses Gemeinschaftskonto

Smartphone-Ansicht mit zwei Smartphone der Neo-Bank Yuh
Quelle: Yuh

Gemeinschaftskonten sind praktisch, weil gemeinsame Budgets und Ausgaben einfacher verwaltet werden können – neu jetzt auch bei Yuh.

Schweizer Neo-Banken haben erstaunlich lange gebraucht, bis sie Gemeinschaftskonten in ihre Angebots-Palette aufgenommen haben. Das Bedürfnis auf User-Seite war und ist gegeben. Bestätigt zum Beispiel von Neon, die als erste Schweizer Neo-Bank im April 2024 den"grössten Wunsch ihrer Nutzerinnen und Nutzer" umgesetzt hatte, wir haben berichtet, hier.

Aktuell hat die Neo-Bank Yuh nachgezogen und mit Yuh&Me ebenfalls ein Gemeinschaftskonto lanciert. Nach eigenen Aussagen "die lang erwartete Lösung für alle, die miteinander durchs Leben gehen wollen".

Warum Gemeinschaftskonten einem Bedürfnis entsprechen

Partnerkonton oder Gemeinschaftskonten sind praktisch und sinnvoll. Paare, Freunde, WG-Partner oder andere Menschen-Konstellationen können darüber den gemeinsamen Teil ihrer Finanzen über ein gemeinsames Konto verwalten. 

Partnerkonten funktionieren meistens in einer "Dreiecks-Beziehung". Jeder Partner hat sein eigenes Konto für die persönlichen Finanzen, plus dann dazu das Partnerkonto für die gemeinsamen Ausgaben. Also zum Beispiel für Miete, Strom, Lebensmittel und sonstige Aufwendungen. In dieser Konstellation wird das Gemeinschaftskonto durch periodische Einzahlungen aus den persönlichen Konten der beiden Partner gespiesen.

Deshalb standen und stehen Partnerkonten bei allen Neo-Banken sehr weit oben auf dem Wunschzettel der Kundinnen und Kunden, immer wieder kommuniziert in den einschlägigen Foren.

Diese Tatsache unterstreicht auch Jan De Schepper, CEO von Yuh: «Yuh wurde von Anfang an gemeinsam mit seiner Community aufgebaut. Wir hören genau hin, welche Funktionen sich unsere Yuhser wünschen. Unser neues Gemeinschaftskonto ist eines der sichtbarsten Beispiele dafür: eine Funktion, die immer wieder nachgefragt wurde und die wir nun Realität werden lassen.»

Was das Gemeinschaftskonto von Yuh kann

Mit Yuh&Me können zwei User kostenlos und zusätzlich ein gemeinsames Konto eröffnen, ohne dabei auf ihr persönliches Konto verzichten zu müssen. Mit nur einem Tap wechseln sie zwischen ihrem privaten Konto und dem Gemeinschaftskonto hin und her.

Das Gemeinschaftskonto verfügt über eine eigene Schweizer IBAN, beide Partner erhalten Echtzeit-Benachrichtigungen und behalten jederzeit den Überblick über Ein- und Ausgänge. 

Ob für den Wocheneinkauf, Openair-Tickets oder die nächste Weltreise: Mit Yuh&Me können beide Kontoinhaber jederzeit über das gemeinsame Guthaben verfügen. Nach der digitalen Kontoeröffnung stehen zwei kostenlose virtuelle Mastercard-Karten zur Verfügung, die sofort mit Apple Pay, Google Pay oder Samsung Pay genutzt werden können. Wer möchte, kann zusätzlich eine physische Karte bestellen.

Auch Twint gehört dazu und kann direkt mit dem Gemeinschaftskonto verbunden werden. Mit eBill lassen sich Rechnungen unkompliziert empfangen, bezahlen oder aufteilen. Um Ferienwünsche oder andere gemeinsame Pläne zu realisieren, können die beiden Partner unbegrenzt viele Sparprojekte eröffnen.

Die Neo-Banker haben bereits Pläne für Erweiterungen und wollen Yuh&Me Schritt für Schritt zur umfassenden Lösung für gemeinsame Finanzen ausbauen. Als Nächstes soll das Gemeinschaftskonto für das gemeinsame Investieren fit gemacht werden. Für beide Partner soll der Zugang zum gesamten Anlageuniversum von Yuh geöffnet werden.


Die Schweizer Neo-Banken-Landschaft im Überblick

Die Zusammenstellung der in der Schweiz aktiven Neo-Banken mit den jeweils zuletzt gemeldeten Nutzerzahlen vermittelt einen ungefähren Eindruck der aktuellen Grössenverhältnisse und Marktanteile.

Schweizer Neo-Banken Markteintritt Kunden insgesamt davon in der Schweiz
Alpian (F-ISPB) Oktober 2022 27'000 27'000
Kaspar&* März 2022 7'000 7'000
Neon März 2019 250'000 250'000
Yapeal* Juli 2020 10'000 10'000
Yuh (Swissquote) Mai 2021 400'000 400'000
Zak (Bank Cler) März 2018 90'000 90'000
Aktive Schweizer Apps: 6      
*primär im B2B2C-Geschäft aktiv      
       
Ausländische Neo-Banken Markteintritt Kunden insgesamt davon in der Schweiz
N26 Schweiz 2019 5 Millionen* keine Angaben
Revolut Schweiz 2017 75 Millionen 1'240'000
Wise März 2010 13 Millionen* keine Angaben
Aktive ausländische Apps: 3   *ertragsrelevant  
       
Neo-Banken Verticals Markteintritt Kunden insgesamt davon in der Schweiz
Relio Oktober 2023 Angaben folgen Angaben folgen
Aktive Vertical Apps: 1      

Hinweis der Redaktion: Neo-Banken, die ihre aktuellen Kundenzahlen nicht korrekt gespiegelt sehen, weil länger nicht kommuniziert, dürfen Letzteres jederzeit gerne nachholen, hier, damit Ersteres auf den neusten Stand gebracht werden kann.