Vorsorgesparen

Findependent mit eigener Säule 3a und eigener Vorsorgestiftung

Junge Frau checkt ihr Smartphone auf dem Sofa und sie freut sich

Die angekündigte eigene Säule 3a zum Vorsorgesparen ist jetzt online – überraschend ist die Gründung einer eigenen Vorsorgestiftung.

Das FinTech Findependent hatte die eigene Säule-3a-Lösung fürs Vorsorgesparen schon vor einiger Zeit angekündigt. Das Ziel ist erreicht, diese Woche hat die Anlage-App ihre Säule 3a hochgefahren und online gestellt.

Was kann die Säule 3a von Findependent?

Sie kann das, was man von einer smarten Säule 3a erwartet – mit einigen Besonderheiten. Das Tool ist in die bisherige App integriert worden, die persönliche Säule 3a kann direkt online eröffnet werden. 

Es stehen fünf vordefinierte Anlagelösungen (Aktienanteil 20 bis 99%) zur Verfügung, jeweils mit Fokus Standard, Schweiz oder Global. Nutzerinnen und Nutzer haben auch die Möglichkeit, ihre eigene Anlagelösung zusammensellen. Finanzielle Einstiegshürden gibt's keine, der Mindestanlagebetrag liegt bei 1 Franken. 

Die Anlagelösungen werden umgesetzt mit Indexfonds von Swisscanto, dem Fondsanbieter der Zürcher Kantonalbank. Wo vorhanden, nutzt Findependent sogenannte IPF-Indexfonds, welche ausschliesslich Vorsorge-Einrichtungen zur Verfügung stehen. Diese Fonds sind gewissermassen steueroptimiert, weil sie von ausländischen Quellensteuern befreit sind.

Preisbrecher mit jährlicher Verwaltungsgebühr von 0.29 Prozent

Kosten und Gebühren bleiben schlank, das FinTech belastet eine Verwaltungsgebühr von 0.29 Prozent pro Jahr.

Darin sind die Produktkosten der eingesetzten Indexfonds bereits enthalten. Wechselkurszuschläge fallen nicht an, alle Fonds lauten auf Schweizer Franken. Auch Stempelsteuern und Börsenabgaben entfallen.

Damit gehört Findependent mit seiner Säule 3a zu den Preisbrechern. Die ausgeschöpften Gebühren-Spielräume nach unten hängen nach Aussagen des FinTechs auch mit der Tatsache der eigenen Vorsorgestiftung zusammen.

Eigene Vorsorgestiftung statt Sammelstiftung

Findependent wollte sich nach eigenen Aussagen nicht in die Abhängigkeit einer bestehenden Sammelstiftung begeben. Deshalb hat das FinTech die eigene "Findependent 3a Vorsorgestiftung" gegründet. Dadurch hat das Unternehmen, so die Macher, die Produkt- und Preisgestaltung sowie das Kundenerlebnis vollständig in der eigenen Hand.

«Mit der eigenen Stiftung können wir unsere 3a-Anlagelösungen zu einem radikal tiefen Preis anbieten, ohne Kompromisse bei der Qualität», sagt Matthias Bryner, Gründer und CEO von Findependent. «Gleichzeitig stellen wir sicher, dass Einzahlungen, Transfers und Auszahlungen für unsere Kundinnen und Kunden gewohnt schnell und effizient abgewickelt werden. Ich bin überzeugt, dass diese Kombination am Markt sehr gut ankommen wird.»

Bryners Überzeugung führt auch zu ambitionierten Zielen: Findependent möchte bis Ende 2027 nicht weniger als 20'000 3a-Kunden an Bord haben.