Neo-Banken

Revolut erhält die französische Banklizenz

Das Bild zeigt die Challenger-Bank Revolut in Paris
Bild: Revolut

Die Challenger-Bank Revolut krönt ihre neue Dual-Hub-Strategie mit dem Erhalt der französischen Banklizenz.

Für das Dual-Hub-Modell hat sich Revolut schon vor gut einem Jahr entschieden: Zwei Headquarters, eines für Europa Ost und eines für Europa West. Mit der Idee, die beiden Märkte gezielt und mit spezifischen Massnahmen zu beackern.

Die schon länger bestehende Einheit mit litauischer Banklizenz, die Revolut Bank UAB, soll zentraler Bestandteil der Geschäftstätigkeit für den östlichen Teil von Europa bleiben. Das neu geschaffene zweite Hauptquartier in Paris, die Revolut Bank S.A., soll unter der Führung der CEO Béatrice Cossa-Dumurgier die Marktanteile in Westeuropa markant vergrössern. 

Die Banklizenz für die Region Westeuropa

Die Revolut Bank S.A. hat eine französische Vollbanklizenz erhalten. Die Entscheidung folgt auf eine gemeinsame Prüfung durch die ACPR, die französische Aufsichtsbehörde und die Europäische Zentralbank, und wurde formell vom EZB-Rat verabschiedet.

Revolut betreut weltweit 75 Millionen Kundinnen und Kunden. Mit rund 30 Millionen Kunden ist Westeuropa die grösste und am schnellsten wachsende Region von Revolut. Allein im vergangenen Jahr hat die Challenger-Bank fast 8 Millionen Kunden in diesen Märkten gewonnen. 

Gleichzeitig unterhält Revolut in dieser Region eine der am schnellsten wachsenden Business-Banking-Plattformen Europas: Revolut Business bedient Hunderttausende Unternehmen quer über den Kontinent, von Freelancern bis hin zu Grossunternehmen. 

Die französische Lizenz soll die Grundlage dafür schaffen, die bestehende Kundenbasis auf höchstem regulatorischem und operativen Niveau zu bedienen. Und Revolut will nach eigenen Aussagen mit der Banklizenz den Anspruch festigen, Europas grösste und vertrauenswürdigste Bank zu werden – aufgebaut auf lokaler Relevanz, regulatorischem Vertrauen und kontinuierlicher Produktinnovation.

Die Revolut Bank S.A. will schrittweise starten, Kunden innerhalb Europas zu bedienen, beginnend mit Frankreich. Weitere europäische Märkte, darunter Deutschland, Irland, Italien, Portugal und Spanien, werden in den kommenden Expansionsschritten folgen.

Europäisches Fundament und globale Ambitionen

Durch die Verbindung technologiegetriebener Agilität mit tief verankerten Bankenstandards will Revolut demonstrieren, wie moderne Institutionen internationales Wachstum vorantreiben können. Mit Banklizenzen, auf beiden Seiten des Atlantiks und einer Präsenz in 40 Märkten erhebt Revolut den Anspruch, die Vorlage dafür zu liefern, wie eine wirklich globale, in Europa gegründete Bank aussehen kann.

Nik Storonsky, Gründer und CEO von Revolut, kommentiert: «Diese Lizenz gibt uns die Grundlage, um die nächste Generation von Banking für mehr als 30 Millionen Kunden in Westeuropa aufzubauen. Frankreich hat sich zu einem führenden Finanzzentrum entwickelt, getragen von einem dynamischen Finanzökosystem und einem robusten regulatorischen Rahmen. Es ist die ideale Umgebung, um die nächste Wachstumsphase von Revolut zu erreichen und bringt uns unserem Ziel näher, eine der größten und vertrauenswürdigsten Banken Europas zu werden.»

Auch CEO Cossa-Dumurgier bezeichnet den Erhalt der franzöischen Banklizenz als Beginn eines neuen Kapitels für Revolut. Sie sieht neben hochgesteckten Expanions-Zielen dadurch auch die Chance zur Lokalisierung von Produkten und Dienstleistungen, um die Bedürfnisse von Privat- und Geschäftskunden in jedem Markt noch besser erfüllen zu können.

Die Lizenz kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Revolut seine Verwurzelung in Westeuropa weiter festigen will. Im vergangenen Jahr hat sich das Unternehmen verpflichtet, mehr als eine Milliarde Euro in die Region zu investieren, stellt mehr als 600 Mitarbeiter in seinen westeuropäischen Märkten ein und hat die Eröffnung seiner neuen westeuropäischen Zentrale in Paris für 2027 bestätigt.


Die Schweizer Neo-Banken-Landschaft im Überblick

Die Zusammenstellung der in der Schweiz aktiven Neo-Banken mit den jeweils zuletzt gemeldeten Nutzerzahlen vermittelt einen ungefähren Eindruck der aktuellen Grössenverhältnisse und Marktanteile.

Schweizer Neo-Banken Markteintritt Kunden insgesamt davon in der Schweiz
Alpian (F-ISPB) Oktober 2022 27'000 27'000
Kaspar&* März 2022 7'000 7'000
Neon März 2019 250'000 250'000
Yapeal* Juli 2020 10'000 10'000
Yuh (Swissquote) Mai 2021 400'000 400'000
Zak (Bank Cler) März 2018 90'000 90'000
Aktive Schweizer Apps: 6      
*primär im B2B2C-Geschäft aktiv      
       
Ausländische Neo-Banken Markteintritt Kunden insgesamt davon in der Schweiz
N26 Schweiz 2019 5 Millionen* keine Angaben
Revolut Schweiz 2017 75 Millionen 1'240'000
Wise März 2010 13 Millionen* keine Angaben
Aktive ausländische Apps: 3   *ertragsrelevant  
       
Neo-Banken Verticals Markteintritt Kunden insgesamt davon in der Schweiz
Relio Oktober 2023 Angaben folgen Angaben folgen
Aktive Vertical Apps: 1      

Hinweis der Redaktion: Neo-Banken, die ihre aktuellen Kundenzahlen nicht korrekt gespiegelt sehen, weil länger nicht kommuniziert, dürfen Letzteres jederzeit gerne nachholen, hier, damit Ersteres auf den neusten Stand gebracht werden kann.