Künstliche Intelligenz

AI Agents erobern Unternehmen – wer kontrolliert die Agenten?

Vectogate-Gründer Alexander Schneider und Josua Boos
Vectogate-Gründer Alexander Schneider und Josua Boos | Bild: Vectogate

Das Tech-Startup Vectogate will mit seiner AI-Full-Governance-Plattform KI-Agenten zentral kontrollierbar machen.

KI-Agenten entwickeln sich zu autonomen digitalen Mitarbeitern: Sie schreiben nicht mehr nur E-Mails oder analysieren Dokumente – sie treffen zunehmend eigenständig Entscheidungen und greifen auf sensible Daten und Geschäftssysteme zu. Was die Produktivität steigert, schafft gleichzeitig eine neue Herausforderung für Unternehmen: Wer kontrolliert die KI-Agenten?

Die AI-Governance-Plattform

Mit Vectogate lancieren die Schweizer Gründer Alexander Schneider (CBO) und Josua Boos (CEO) eine Full-Governance-Plattform. Damit, so sind die Gründer überzeugt, adressieren sie eines der drängendsten Probleme der nächsten KI-Generation.

Das Unternehmen bringt mit seiner AI-Governance-Plattform eine Lösung auf den Markt, die KI-Agenten kontrollierbar macht und regelkonform in Unternehmensumgebungen einsetzt. Der Bedarf wächst, immer mehr Unternehmen integrieren KI-Agenten in ihre Geschäftsprozesse. Die Gründer erkennen dabei allerdings Defizite bei der Sicherheit und bezeichnen die Sicherheitslage als "besorgniserregend".

Hinzu kommen neue regulatorische Anforderungen. Mit dem EU AI Act beispielsweise wird Governance-Infrastruktur in zahlreichen Ländern schrittweise zur regulatorischen Pflicht. Er verlangt lückenlose Nachvollziehbarkeit für jede KI-Interaktion. Vectogate ist nach eigenen Aussagen von Grund auf für diese Anforderungen konzipiert. 

«AI Agents werden in den kommenden Jahren zu einem festen Bestandteil der Unternehmens-IT, ähnlich wie Cloud-Dienste oder mobile Endgeräte. Für diese neue Generation autonomer Systeme fehlt Unternehmen heute jedoch die notwendige Kontrollinfrastruktur», sagt Josua Boos, Co-Founder und CEO von Vectogate. Diese Lücke will das Startup schliessen. 

Wie es funktioniert

Vectogate fungiert als Governance-Ebene zwischen KI-Agenten und der bestehenden IT-Landschaft. Die Plattform steuert Zugriffsrechte, setzt Sicherheits- und Compliance-Richtlinien durch und protokolliert sämtliche Interaktionen.

Unternehmen erhalten dadurch jederzeit Transparenz darüber, welche Agenten auf welche Systeme zugreifen, welche Aktionen sie ausführen und ob diese den internen Sicherheitsrichtlinien entsprechen.

Ein einziges Dashboard deckt alle KI-Modelle, Clouds und Tool-Server ab. Die Plattform von Vectogate ist als SaaS-Lösung verfügbar. Und auch als vollständig isolierte On-Premise-Installation für Unternehmen mit geschlossenen Systemumgebungen, spezifischen Datenschutzanforderungen oder regulatorischen Auflagen. In beiden Betriebsmodellen sind Governance-Logik und Audit-Funktionen identisch.

Vectogate arbeitet mit einem Dual-Layer-Ansatz: Eine Skill-Schicht leitet das Reasoning des Agenten an, bevor ein Tool-Call überhaupt ausgeführt wird. Eine nachgelagerte Enforcement-Schicht fängt als Sicherheitsnetz alles ab, was die Anleitung nicht bereits verhindert, und blockiert es in Echtzeit.

Zugriffsberechtigungen werden granular pro Rolle, User und Gerät vergeben. Default-Deny und Least-Privilege sind keine Optionen, sondern Standard. Jeder Tool-Call wird mit vollständigem Kontext geloggt und zu Sessions gruppiert, die eine lückenlose Chain-Traceability ermöglichen. 

Mit der Private Beta im Markt

Mit der Lancierung der Private Beta nimmt das Startup ab sofort ausgewählte Unternehmen aus dem DACH-Raum auf. Interessierte Unternehmen finden Details zu Produkt und Beta-Phase auf der Website von Vectogate.