Blockchain-Serie

Sandra Tobler: Ein Plädoyer für den Mut zur Überwindung von Grenzen

Die Serie zur "Blockchain Nation Switzerland". Mit Sandra Tobler zur Frage: Was bleibt von 2018, was bringt 2019?


Dein persönliches Fazit zum Blockchain-Jahr 2018?

Mir fehlen noch die richtig prickelnden Durchbrüche, wo dezentrale Lösungen in der puren innovativen Form umgesetzt werden, zum Beispiel in der Form einer Public Blockchain. Zu oft steht Blockchain drauf, ist aber nur traditionelle Datenbank drin. 

Schwerpunkte bei Blockchain und Crypto – deine Erwartungen für 2019?

Mutige Projekte, gerade im öffentlichen Umfeld. Für öffentliche Organisationen könnte dezentrale Technologie in mehrfacher Hinsicht interessant sein. Es gibt spannende Anwendungsbereiche, ob für die Besitzabbildung oder für soziale Institutionen – und als Nebenprodukt wird fachliche Kompetenz in der Technologie aufgebaut, die in die Regulation einfliessen kann. Richtig revolutionär werden Systeme, die auf globaler Ebene funktionieren werden und Länder integrieren.

Wo steht der Bitcoin-Kurs am 31. Dezember 2019?

Bei 3'000 US-Dollar.

Die Interviewpartnerin: Sandra Tobler

Sandra Tobler ist Mitgründerin und CEO von Futurae Technologies. Die Cybersecurity-Firma, ein Spin-off der ETH Zürich, setzt sich für den Datenschutz ein und steht für sichere Authentifizierung für Logins mit intuitivem Nutzererlebnis.

Zuvor war die passionierte Unternehmerin viele Jahre in der IT-Industrie beschäftigt. Für IBM war Sandra in grossen internationalen IT-Projekten engagiert. Bei Switzerland Global Enterprise (S-GE) hat sie Unternehmen aus der IT-Branche in Internationalisierungfragen unterstützt.

2015 hat Sandra für die S-GE ein Büro in San Francisco eröffnet. Zwei Jahre lang war sie in den USA für das Aussenministerium als Anlaufstelle für Wirtschaft und Internationalisierungsfragen engagiert, hat unter anderem Blockchain-Firmen bei der Ansiedlung in der Schweiz unterstützt sowie die Schweizer Szene im Ausland positioniert.

Das Startup Futurae hat Sandra 2016 gegründet, zusammen mit zwei PHD der System Security Group der ETH Zürich.