Finanzierung

Damit Spesen keine Spesen produzieren: FinTech Expense Robot sammelt von Swisscom und SIX CHF 1,7 Millionen ein

Das Gründerteam von Expense Robot: Thomas Inhelder, Lars Mangelsdorf, Melanie Gabriel, Philippe Sahli, Devis Lussi
Das Gründerteam von Expense Robot: Thomas Inhelder, Lars Mangelsdorf, Melanie Gabriel, Philippe Sahli, Devis Lussi (Bild: Expense Robot)

Expense Robot automatisiert die Spesen- und Kreditkarten-Prozesse von Firmen – eine erfolgreiche Seed-Finanzierungsrunde liefert den Treibstoff für nächste Schritte.

Das FinTech Startup Expense Robot ist überzeugt, mit ihrer KI-basierten Lösung das kostensparende Ei des spesenproduzierenden Kolumbus gefunden zu haben. Eine Überzeugung, welche erste global agierende Kunden wie Sky Cell, Ameropa, Swissquote und andere offensichtlich teilen, die das Startup seit dem Markteintritt im September 2019 mit an Bord genommen hat. 

Rückenwind für die weitere Entwicklung von Produkt und Unternehmen kommt jetzt in Form von frischem Kapital. In einer von Swisscom Ventures und SIX FinTech Ventures angeführten Seed-Runde hat Expense Robot 1,7 Millionen Schweizer Franken eingesammelt. In der Finanzierungsrunde mit dabei sind die Angel-Investoren Gian Reto à Porta, Gründer von Contovista, und Myke Näf, Gründer von Doodle.

Die Revolution des Spesengeschäfts – und nichts weniger

Das ist Vision, Absicht und Ziel des fünfköpfigen Gründerteams von Expense Robot. Die Lösung ist seit Herbst 2019 im Markt und die Revolution soll nun mit dem zusätzlichen Kapital beschleunigt werden.

Das Schweizer FinTech-Startup nutzt künstliche Intelligenz, um die Spesen- und Kreditkarten-Prozesse von Firmen zu automatisieren. Expense Robot setzt mit ihrer Cloud-basierten Spesen-Management-Plattform das Spesenhandling auf Autopilot, vom Foto des Spesenbelegs bis zur Finanzbuchung. Die Lösung deckt dabei den kompletten Prozess ab, inklusive der Kontrollen, Rückforderung der Mehrwertsteuer, Archivierung und Rückerstattung von Spesen.

Die Flexibilität der Technologie soll auch komplexe Firmenstrukturen abbilden, wie zum Beispiel Unternehmen mit Niederlassungen in unterschiedlichen Ländern, mit verschiedenen Kostenstellen, Systemen und Hierarchiestufen.

Spesenbeleg, der über das Smartphone erfasst wird

Philippe Sahli, Mitgründer und CEO von Expense Robot:

«Stell dir vor, du zahlst etwas im Namen deines Unternehmens und erhältst innerhalb von Sekunden eine Rückerstattung auf deinem Bankkonto, währenddem die korrekte Buchung mit Mehrwertsteuer bereits im Finanzsystem ist»

Das Gründerteam rechnet vor, das althergebrachtes Spesenhandling durchschnittlich mit Kosten von 60 Dollar pro Ausgabe zu Buche schlägt. Die Macher versprechen mit Expense Robot höchsten fünf Sekunden manuelle Arbeit pro Ausgabe, der Rest ist Künstliche Intelligenz, Automatisierung, Prozess und Autopilot.

Das frische Kapital soll in die Weiterentwicklung des Produkts gesteckt werden. Expense Robots hat nach eigenen Aussagen zahlreiche neue Features in Planung – diese sollen mit einem vergrösserten Team realisiert werden.